DFB-Team: Aufstellung, Kader und Trikot gegen die Niederlande

Mit dem Klassiker Deutschland gegen die Niederlande beginnt für das DFB-Team am 24. September 2026 nicht nur die neue Saison der UEFA Nations League, sondern zugleich eine neue Ära. Jürgen Klopp steht in Amsterdam erstmals als Bundestrainer bei einem Pflichtspiel an der Seitenlinie. Entsprechend groß ist das Interesse an der DFB-Team Aufstellung gegen die Niederlande.

Anstoß zwischen den Niederlanden und Deutschland ist am Donnerstag, 24. September 2026, um 20:45 Uhr in der Johan Cruijff Arena in Amsterdam. Die Partie ist der erste Spieltag der Gruppe A2 der UEFA Nations League 2026/2027. Neben Deutschland und den Niederlanden gehören Griechenland und Serbien zur Gruppe. RTL überträgt das Länderspiel live im Free-TV, der Livestream läuft online auf RTL+.

Die Arena in Amsterdam ist mit mehr als 55.000 Zuschauer:innen ausverkauft, auch für den deutschen Fanblock gibt es keine Tickets mehr. Rund 2.600 deutsche DFB-Fans begleiten die Nationalmannschaft nach Amsterdam. Vor Beginn der Partie wird es eine Schweigeminute für Bartina Koeman geben, die verstorbene Frau des früheren niederländischen Nationalspielers, Europameister von 1988 und Bondscoachs Ronald Koeman.

DFB-Ausweichtrikot 2026
DFB-Ausweichtrikot 2026

Die Nationalspieler werden im Klassiker gegen die Niederlande das finale DFB-Trikot 2026 von adidas tragen, die Partnerschaft läuft am Ende des Jahres aus. Das DFB-Team trägt ein schwarzes Trikot, schwarze Hose und schwarze Stutzen, das Torwarttrikot ist Gelb.

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Havertz früh ausgewechselt

Angreifer Kai Havertz ist früh angeschlagen ausgewechselt worden. Der Stürmer vom FC Arsenal verließ den Platz in Amsterdam nach 28 Minuten leicht humpelnd. Wenige Minuten zuvor war Havertz von Jurrien Timber über dem rechten Knie getroffen worden. Sein rechter Oberschenkel und das Knie waren verschrammt. Als Ersatz kam Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt ins Spiel gegen die Niederlande.

Amiri ersetzt Musiala

Das DFB-Team muss ohne Jamal Musiala auskommen. Der Bayern-Profi habe beim Aufwärmen über Oberschenkelprobleme geklagt, teilte der DFB auf Instagram kurz vor dem Anpfiff mit. Nadiem Amiri vom FSV Mainz 05 ersetzt Musiala auf der Zehnerposition, taktisch ändert sich dadurch nichts.

Philipp Treu debütiert

Neben Torhüter Marc-André ter Stegen stehen Kevin Schade, Jamal Musiala, Nico Schlotterbeck und Karim Adeyemi neu in der Startaufstellung. Zudem kommt Philipp Treu von Beginn an zu seinem Debüt im DFB-Team.

DFB-Team Aufstellung gegen die Niederlande: So beginnt Deutschland in Amsterdam

Die DFB-Team Aufstellung gegen die Niederlande:

Deutschland: 1 ter Stegen – 13 Treu, 4 Tah, 15 Schlotterbeck, 18 Brown – 6 Kimmich – 8 Nmecha, 11 Amiri – 19 Adeyemi, 7 Havertz, 9 Schade.

Bundestrainer Jürgen Klopp verzichtet bei seinem Einstand auf große Experimente. Einzig der Freiburger Rechtsverteidiger Philipp Treu wird in Amsterdam gegen die Niederlande erstmals für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen.

Neben Treu bilden Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und Nathaniel Brown die Viererkette vor Torwart-Rückkehrer Marc-André ter Stegen. Kapitän Joshua Kimmich wird wie von Klopp angekündigt im defensiven Mittelfeld eingesetzt und bildet mit Felix Nmecha und Nadiem Amiri, der kurzfristig für Jamal Musiala aufgrund von Oberschenkelproblemen in die Startelf rutschte, die Zentrale. Im Angriff sollen die Flügelflitzer Karim Adeyemi und Kevin Schade wirbeln, Kai Havertz kommt als Stoßstürmer zum Einsatz.

Bnudestrainer Jürgen Klopp hält seine erste DFB-Aufstellung bewusst offen

Jürgen Klopp wollte auch auf der Pressekonferenz am Vorabend keine endgültigen Hinweise auf seine erste Startelf geben. Der Bundestrainer steht nach lediglich wenigen gemeinsamen Trainingseinheiten vor der Aufgabe, seinen bevorzugten intensiven Spielstil möglichst schnell auf das DFB-Team zu übertragen.

„Positive Anspannung ist da“, sagte Klopp vor seinem Debüt. Er sei mit den ersten gemeinsamen Tagen sehr zufrieden. Entscheidender als einzelne Personalien ist für ihn zunächst die grundsätzliche Haltung: „Was ich versprechen kann, ist, dass man uns ansieht, dass wir es wollen.“

Der neue Bundestrainer betonte zugleich, dass bei einem Länderspiel-Lehrgang wesentlich weniger Trainingszeit als im Vereinsfußball zur Verfügung stehe. Deshalb geht es gegen die Niederlande nicht nur um das Ergebnis, sondern auch darum, wie schnell die Spieler seine taktischen Anforderungen umsetzen können.

Ter Stegen erwartet ebenfalls keine vollständig eingespielte deutsche Auswahl. Nach wenigen Einheiten gehe es zunächst darum, sich auf einzelne Themen zu konzentrieren und diese möglichst schnell zu verinnerlichen. Der Torhüter zeigte sich vor seiner Rückkehr „extrem“ voller Vorfreude auf die Partie in seiner neuen Heimat Amsterdam.

DFB-Kader gegen die Niederlande mit 23 Spielern

Bundestrainer Jürgen Klopp hatte ursprünglich 24 Spieler für die ersten beiden Nations-League-Spiele gegen die Niederlande und Griechenland zusammengezogen. Für den offiziellen Spieltagskader in Amsterdam stehen 23 Akteure zur Verfügung. Bambasé Conté von der TSG Hoffenheim wurde für diese Partie gestrichen und gehört nicht zum Matchkader. Der DFB hat am Spieltag bereits die Rückennummern der 23 Spieler veröffentlicht.

NummerSpielerVerein
1Marc-André ter StegenAjax Amsterdam
2Yann Aurel BisseckInter Mailand
3Max RosenfelderSC Freiburg
4Jonathan TahFC Bayern München
5Yannik EngelhardtSC Freiburg
6Joshua KimmichFC Bayern München
7Kai HavertzFC Arsenal
8Felix NmechaBorussia Dortmund
9Kevin SchadeFC Brentford
10Jamal MusialaFC Bayern München
11Nadiem Amiri1. FSV Mainz 05
12Finn DahmenFC Augsburg
13Philipp TreuSC Freiburg
14Josha VagnomanVfB Stuttgart
15Nico SchlotterbeckBorussia Dortmund
16Anton StachLeeds United
17Chris FührichVfB Stuttgart
18Nathaniel BrownFC Bayern München
19Karim AdeyemiFC Barcelona
20Serge GnabryFC Bayern München
21Alexander NübelBesiktas Istanbul
22Hennes BehrensFC Augsburg
23Younes EbnoutalibEintracht Frankfurt

Eine Besonderheit des Lehrgangs ist die ungewöhnliche Kaderplanung des neuen Bundestrainers. Klopp nominierte insgesamt 44 Spieler für die ersten vier Nations-League-Partien und teilte sie weitgehend auf zwei Aufgebote auf. Das erste Aufgebot bestreitet die Spiele gegen die Niederlande und Griechenland in Augsburg, anschließend wird ein großer Teil der Spieler ausgetauscht.

Karim Adeyemi war ursprünglich für den zweiten Teil des Lehrgangs vorgesehen, rückte aber bereits für Amsterdam ins erste Aufgebot. Er tauschte wegen der Belastungssteuerung mit Lennart Karl.

Mehrere mögliche DFB-Debütanten in Amsterdam

Klopp nutzt seinen ersten Lehrgang ausdrücklich dazu, neue Spieler kennenzulernen. Max Rosenfelder, Philipp Treu, Yannik Engelhardt, Hennes Behrens und Younes Ebnoutalib gehörten bei der ursprünglichen Nominierung zu den Spielern ohne A-Länderspiel.

Gerade auf der rechten Abwehrseite könnte es deshalb bereits in Amsterdam ein Debüt geben. Sollte Philipp Treu beginnen, würde Klopp gleich in seinem ersten Pflichtspiel einem Neuling das Vertrauen schenken. Auch Ebnoutalib besitzt Chancen auf seine ersten Minuten für das DFB-Team.

Klopp erklärte zur ungewöhnlich breiten Auswahl, alle eingeladenen Spieler hätten sich über ihre Nominierung gefreut und seien bereit, „sich auf den Weg einzulassen“.

Deutschland gegen Niederlande: Bilanz spricht für das DFB-Team

Das Duell Deutschland gegen Niederlande gehört zu den großen Klassikern des europäischen Fußballs. In Amsterdam findet bereits das 49. Länderspiel zwischen beiden Nationen statt.

Vor der Partie lautet die Gesamtbilanz aus deutscher Sicht:

SpieleSiegeUnentschiedenNiederlagen
48181812

Damit hat Deutschland bislang mehr direkte Duelle gewonnen. Insgesamt fielen in den bisherigen 48 Begegnungen 169 Tore. Auch die Bilanz bei Spielen in Amsterdam ist für das DFB-Team positiv. Von bislang 13 Partien in der niederländischen Hauptstadt gewann Deutschland fünf, fünf endeten unentschieden und drei gingen verloren.

Das bislang letzte Duell fand am 14. Oktober 2024 statt. Deutschland gewann das damalige Nations-League-Spiel in München mit 1:0. Jamie Leweling erzielte den entscheidenden Treffer. Einen Monat zuvor hatten sich die beiden Teams in Amsterdam 2:2 getrennt.

Zu den bekanntesten Begegnungen zählt das WM-Finale 1974. Deutschland setzte sich in München nach Toren von Paul Breitner und Gerd Müller mit 2:1 durch und wurde Weltmeister.

Deutschland trägt gegen die Niederlande neues schwarzes DFB-Trikot

Besonders ist das Jersey auch deshalb, weil es sich um das finale DFB-Trikot 2026 von adidas handelt. Die jahrzehntelange Partnerschaft zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und adidas endet zum Jahresende 2026. Das schwarze Trikot trägt das klassische adidas-Trefoil-Logo. Auf dem Jersey verlaufen vertikale goldene Linien, die aus kleinen Rauten aufgebaut sind. Nach Angaben von adidas sollen diese Elemente die mehr als 24.000 Fußballvereine in Deutschland symbolisieren.

Damit bekommt das erste Länderspiel der Ära Klopp zugleich eine historische Trikot-Komponente: Die neue schwarze Ausstattung von adidas feiert ausgerechnet beim Klassiker gegen die Niederlande ihre Premiere. Nach 77 Jahren Partnerschaft wird der DFB 2027 zu Nike wechseln, das US-Unternehmen bezahlt dafür angeblich 100 Millionen Euro pro Jahr.

Das DFB-Team wollte beim Nations-League-Auftakt gegen die Niederlande ursprünglich in den grünen Auswärtstrikots von 1990 auflaufen. Doch aufgrund von UEFA-Bestimmungen (Kit Regulations) wurde dies verboten. Konkret ging es um zwei Dinge: Die Trikotärmel müssen frei bleiben, da dort Platz für das Nations-League-Emblem und das der UEFA-Stiftung sein muss. Außerdem muss die Trikotnummer der Spieler auch auf der Brust zu sehen sein.

Wer ist Schiedsrichter bei Niederlande gegen Deutschland?

Schiedsrichter des Nations-League-Spiels ist Alejandro Hernández Hernández aus Spanien. Der 43-Jährige leitete bereits bei der Fußball-WM 2026 das Gruppenspiel zwischen Brasilien und Haiti in Philadelphia. Nun übernimmt er den Klassiker zwischen den Niederlanden und Deutschland.

Das komplette spanische Schiedsrichtergespann:

FunktionName
SchiedsrichterAlejandro Hernández Hernández
Assistent 1José Naranjo
Assistent 2Diego Sánchez Rojo
Vierter OffiziellerAlejandro Quintero González
VARCarlos del Cerro Grande
VAR-AssistentJavier Iglesias Villanueva

Der DFB bestätigte die vollständige Ansetzung für die Partie in Amsterdam.

Ter Stegen vor besonderem Heimspiel in Amsterdam

Kaum ein deutscher Spieler steht vor dem Anpfiff so sehr im Blickpunkt wie Marc-André ter Stegen. Der Torhüter kehrt nicht nur nach längerer Pause in die deutsche Auswahl zurück, sondern spielt zugleich in seinem aktuellen Vereinsstadion.

Seit dieser Saison steht ter Stegen bei Ajax Amsterdam unter Vertrag. Klopp bezeichnete ihn bei der Nominierung „für den Moment“ als seine Nummer eins. Gegen die Niederlande soll er nun die neue Hierarchie im DFB-Tor eröffnen.

Ter Stegen selbst sprach vor der Partie von einer besonderen Situation: Amsterdam sei inzwischen seine „neue Heimat“. Nach seiner längeren Leidenszeit gehe es für ihn darum, gesund zu bleiben, Spielrhythmus aufzubauen und in den kommenden Monaten wieder seine maximale Leistungsfähigkeit zu erreichen.

Niederlande gegen Deutschland als erster Gradmesser für Klopps DFB-Team

Das Ergebnis in Amsterdam ist wichtig, doch mindestens ebenso interessant wird sein, welche personellen und taktischen Entscheidungen Klopp bei seiner Premiere trifft. Der Bundestrainer hat den bisherigen Kreis deutlich geöffnet und gleich mehrere neue Spieler eingeladen. Gleichzeitig bleibt mit ter Stegen, Tah, Schlotterbeck, Kimmich, Musiala und Havertz eine erfahrene Achse erhalten.

Gegen einen spielstarken Gegner wie die Niederlande dürfte erstmals sichtbar werden, wie Klopp seine bekannten Prinzipien auf den Nationalmannschaftsfußball übertragen will: aktives Pressing, schnelles Umschalten, Tempo über die Außen und ein aggressives Spiel gegen den Ball gehören zu den naheliegenden Bausteinen.

Klopp selbst warnte allerdings davor, den Gegner zu unterschätzen. Die Niederlande verfügten über „Riesentalente“ und brächten regelmäßig neue Topspieler hervor. Gleichzeitig soll seine eigene Auswahl von Beginn an erkennen lassen, welchen Weg sie unter ihrem neuen Bundestrainer einschlagen will.

Damit steht beim Nations-League-Auftakt nicht nur die DFB-Team Aufstellung gegen die Niederlande im Mittelpunkt. Das Spiel in Amsterdam liefert zugleich die ersten konkreten Antworten auf die Frage, wie Deutschland unter Jürgen Klopp künftig spielen soll.

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