Die Frauen-EM 2029 wird eines der wichtigsten Fußballturniere im internationalen Frauenfußball sein und im Sommer 2029 in Deutschland ausgetragen. Nach den stark wachsenden Zuschauerzahlen der letzten Frauen-Europameisterschaften entwickelt sich das Turnier immer mehr zu einem globalen Sportevent.
Bei der Frauen-EM 2029 werden die besten Nationalmannschaften Europas gegeneinander antreten und um den Titel der Europameisterinnen spielen.
Überblick und Fakten zur Frauen-EM 2029
Die Frauenfußball-Europameisterschaft findet alle vier Jahre statt und wird von der Union of European Football Associations (UEFA) organisiert. Das Turnier gehört neben der Frauen-WM zu den bedeutendsten Wettbewerben im internationalen Frauenfußball.
Für die Frauen-EM 2029 stehen derzeit noch nicht alle Details fest. Fest stehen jedoch der Gastgeber, die acht Spielorte und Stadien sowie das grundlegende Turnierformat. Das Turnier folgt dem Format der Frauen-EM 2022 und 2025 in der Schweiz.
Wichtige Fakten zur Frauen-EM 2029:
- Turnier: UEFA Frauen-Europameisterschaft 2029
- Teilnehmer: 16 Nationalteams
- Turniermodus: Gruppenphase und K.-o.-Phase
- Veranstalter: Union of European Football Associations (UEFA)
- Austragung: voraussichtlich Sommer 2029
Gastgeber der Frauen-EM 2029
Deutschland ist der offizielle Ausrichter der UEFA Women’s EURO 2029. Die Vergabe erfolgte durch die UEFA nach einem Bewerbungsverfahren, an dem laut UEFA auch Polen sowie eine gemeinsame Bewerbung von Dänemark und Schweden beteiligt waren.
Aus deutscher Sicht war die Stadionauswahl bereits vor der finalen Vergabe vorbereitet worden. Der DFB hatte im Juni 2025 die acht Städte benannt, mit denen Deutschland in das finale UEFA-Bewerbungsverfahren gegangen ist. Genau diese acht Standorte wurden später auch Teil des offiziellen Turnierkonzepts.
Spielplan der Frauen-EM 2029
Ein kompletter Spielplan der Frauen-EM 2029 liegt aktuell noch nicht vor. Die UEFA schreibt ausdrücklich, dass der vollständige Zeitplan für die Qualifikation und die Endrunde noch bestätigt werden muss. Fest steht bislang nur: Das Turnier wird im Sommer 2029 ausgetragen.
Bereits bestätigt ist dagegen das Turnierformat. An der Frauen-EM 2029 nehmen 16 Teams teil. Diese werden in vier Gruppen mit jeweils vier Mannschaften gelost. Die jeweils zwei besten Teams jeder Gruppe ziehen in die Finale-Runde ein. In dieser geht es im direkten Ausscheidungsmodus weiter bis zum Finale.
Daraus ergibt sich der bekannte Ablauf der Endrunde:
- Gruppenphase
- Viertelfinale
- Halbfinale
- Finale
Bei einem 16er-Turnier umfasst die Endrunde üblicherweise 31 Spiele. Dass 2029 erneut mit 16 Teams gespielt wird, ist von der UEFA bestätigt.
Spielorte und Stadien der Frauen-EM 2029
Die Frauen-EM 2029 findet in acht deutschen Austragungsorten statt. Diese Städte sind von der UEFA offiziell bestätigt worden: Köln, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Leipzig, München und Wolfsburg.
Die acht Stadien der Frauen-EM 2029 stehen bereits offiziell fest. Die Arenen haben weitaus größere Kapazitäten als die meisten Stadien der WM 2011 in Deutschland.
Die Spiele des Turniers werden in folgenden acht Stadien ausgetragen:
| Spielort | Stadion | Kapazität |
|---|---|---|
| Dortmund | BVB Stadion Dortmund | 66.000 |
| Düsseldorf | Düsseldorf Arena | 51.500 |
| Frankfurt am Main | Frankfurt Arena | 53.800 |
| Hannover | Niedersachsenstadion | 45.000 |
| Köln | Köln Stadion | 46.000 |
| Leipzig | Leipzig Stadion | 45.000 |
| München | München Fußball Arena | 70.000 |
| Wolfsburg | Wolfsburg Arena | 26.000 |
Die UEFA weist darauf hin, dass sechs dieser acht Stadien bereits Spiele bei der UEFA EURO 2024 ausgerichtet haben. Das unterstreicht die vorhandene Infrastruktur und die Turniererfahrung der ausgewählten Standorte.
Neben den ausgewählten Austragungsorten hatten auch Berlin (Olympiastadion), Bremen (Weserstadion), Essen (Stadion an der Hafenstraße), Freiburg im Breisgau (Europa-Park-Stadion), Gelsenkirchen (Veltins-Arena), Hamburg (Volksparkstadion), Mainz (Mewa Arena), Rostock (Ostseestadion) und Stuttgart (MHPArena) fristgerecht ihr Interesse an der Austragung bekundet.Die Städte Freiburg und Mainz verzichteten jedoch auf das Einreichen einer offiziellen Bewerbung. Am 6. Februar 2025 zog zudem der Stuttgarter Gemeinderat seine Bewerbung zurück.
Der DFB stellte am 14. Februar 2025 eine Shortlist von elf Städten vor. Ausgeschieden waren die Bewerber Bremen, Essen und Hamburg. Am 13. Juni 2025 stellte das DFB-Präsidium die acht geplanten Austragungsorte vor, wobei Berlin, Gelsenkirchen und Rostock nicht ausgewählt wurden.
Teams und Modus bei der Frauen-EM 2029
Bei der Endrunde der Frauen-EM 2029 spielen 16 Nationalteams. Deutschland ist als Gastgeber automatisch dabei. Die übrigen Teilnehmer qualifizieren sich über den noch festzulegenden Qualifikationsprozess der UEFA.
Der Modus bleibt übersichtlich: vier Gruppen, danach Viertelfinale, Halbfinale und Finale. Für Fans ist das attraktiv, weil schon früh klar ist, wie der Weg in die Endrunde und später in die K.-o.-Phase aussehen kann.
Qualifikation zur Frauen-EM 2029
Die Qualifikation zur Frauen-EM 2029 beginnt voraussichtlich etwa zwei Jahre vor dem Turnier. Nationalteams aus ganz Europa spielen dabei in mehreren Qualifikationsrunden um die Teilnahme.
Der Gastgeber, also Deutschland, ist traditionell automatisch qualifiziert. Welche weiteren Teams sich tatsächlich für das Turnier qualifizieren, entscheidet sich vor der Europameisterschaft.
Vergabe der EM 2029 an Deutschland
Nia Künzer und Alexandra Popp fielen sich jubelnd in die Arme, Bernd Neuendorf hielt stolz den EM-Wimpel in die Kameras. Riesige Freude, aber auch große Erleichterung machten sich im DFB-Lager breit, als die Vergabe für das nächste Fußballfest in Deutschland perfekt war. Für seine Bewerbung um die Endrunde der Frauen-EM 2029 erhielt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) in Nyon durch das Exekutivkomitee der UEFA die meisten Stimmen.
„Wir sind stolz und glücklich“, sagte Neuendorf: „Die Ausrichtung eines derart wichtigen Turniers ist eine Ehre. Wir freuen uns darauf, im Sommer 2029 ein großes Fest des Frauenfußballs zu feiern.“ Der DFB-Chef stellte „ein großes Turnier“ in Aussicht, Vizepräsidentin Heike Ullrich versprach gar, „den Frauenfußball weltweit wirklich auf ein neues Level“ bringen zu wollen. „Wahnsinn! Ein Traum wird wahr“, jubelte sie.
Zum dritten Mal nach 1989 und 2001 wird der EM-Ball in Deutschland rollen. Der DFB erhielt im ersten Wahlgang 15 Stimmen und setzte sich gegen die Bewerbungen aus Polen (0 Stimmen) sowie Schweden und Dänemark (2) durch.

In Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover, Köln, Leipzig, München und Wolfsburg soll in weniger als vier Jahren gespielt werden. Die Arenen haben weitaus größere Kapazitäten als die meisten Stadien der WM 2011 in Deutschland. Kern der DFB-Bewerbung war das Thema Vision, das im Slogan „Together WE Rise“ zum Ausdruck kommt.
„Ich glaube, dass wir eine richtig starke Bewerbung abgegeben haben. Alle gemeinsam möchten wir 2029 einen bedeutenden Meilenstein bei der Entwicklung des Frauenfußballs erreichen“, sagte Neuendorf: „Jeder hat bei der Männer-EURO im letzten Jahr gesehen, dass wir solche Turniere perfekt organisieren können.“
Ausgang der Bewerbung bis zum Schluss offen
Monatelang hatte der DFB bei den Entscheidern um Stimmen geworben, nachdem der Verband womöglich auch aufgrund seines Auftretens rund um die Männer-WM 2022 in Katar mit der Bewerbung um die WM 2027 gescheitert war (gemeinsam mit den Niederlanden und Belgien). Unmittelbar vor dem Votum der 18 stimmberechtigten Exko-Mitglieder rührten die DFB-Verantwortlichen bei der „finalen Präsentation“ nochmal die Werbetrommel. DFB-Vize und Exko-Mitglied Hans-Joachim Watzke durfte nicht abstimmen.
Neben Neuendorf und Watzke gehörten auch Ullrich, die frühere DFB-Kapitänin Popp, Sportdirektorin Künzer, Andreas Rettig oder Rudi Völler zur hochkarätigen deutschen Delegation. Auch Bundestrainer Christian Wück, Kapitänin Giulia Gwinn und Torhüterin Ann-Katrin Berger reisten nach der Finalpleite in der Nations League gegen Spanien in Madrid nach Nyon. Die einstigen Mitbewerber Italien und Portugal hatten zwischenzeitlich zwar zurückgezogen, der Ausgang erschien dennoch völlig offen.
DFB lockte mit finanziellen Anreizen
Neuendorf lockte mit finanziellen Anreizen. „Wir sind absolut überzeugt, dass das Turnier in Deutschland mehr als eine Millionen Fans anziehen und die UEFA erstmals mit einer Frauen-Europameisterschaft einen finanziellen Gewinn erzielen wird“, sagte der DFB-Boss: „Es wäre ein wichtiger Schritt für den Frauenfußball, wenn dieses Turnier nicht mehr subventioniert werden müsste, sondern aus sich heraus Gewinn abwerfen würde.“
Schließlich war die Endrunde im vergangenen Sommer in der Schweiz zwar atmosphärisch ein voller Erfolg, am Ende musste die UEFA dennoch draufzahlen. Ein Minus in zweistelliger Millionenhöhe stand zu Buche. Damit das in Deutschland anders wird, schickte der DFB große Stadien ins Rennen.
„Ein Zuschlag würde für den Frauenfußball sehr viel bedeuten“, hatte Wück vor der Vergabe betont. Die Verantwortlichen erhoffen sich einen Schub. Die nächste Stufe soll am 10. Dezember mit der Gründung der „Frauen-DFL“ gezündet werden: 100 Millionen Euro will der DFB in die Professionalisierung der Bundesliga investieren.
Dass die EM 2029 in Zukunft nicht das einzige Fußballturnier in Deutschland bleiben könnte, deutete Neuendorf bereits im Vorfeld an. Demnach erwägt der DFB eine Bewerbung um die Männer-WM 2038 oder 2042. Dies, sagte der Chef des größten Einzelsportverbandes der Welt, könne er sich „grundsätzlich vorstellen“.
Stimmen zur Vergabe der Frauen-EM 2029
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) erhofft sich durch den Zuschlag für die EM der Frauen 2029 auch ein höheres Tempo bei der Professionalisierung der Bundesliga. „Das wird uns auf allen Ebenen helfen, die Dinge nochmal mit mehr Wucht anzuschieben. Wir wissen von allen Sportarten, wie wichtig ein Leuchtturm wie ein Heimturnier ist“, sagte DFB-Sportdirektorin Nia Künzer. Die EURO werde „in vielen Bereichen zusätzlichen Schub geben“.
Reaktionen von Sportlerinnen
Giulia Gwinn (Kapitänin der Frauen-Nationalmannschaft): „Es ist einfach sehr, sehr schön, dass wir die Chance haben, das im eigenen Land weiter zu zelebrieren. Ich glaube, es gibt als Sportlerin nichts Größeres, als ein Turnier im eigenen Land spielen zu dürfen. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich durch die WM 2006 zum Fußball gekommen bin, weil es mich so inspiriert hat. Ich hoffe einfach, dass wir ganz viele junge Mädchen und Jungs auch dazu bringen können. Für uns ist es einfach nur das Größte, was es gibt. Diese Ehre wird nicht jedem zuteil. Es ist pures Genießen und Aufsaugen.“
Ann-Katrin Berger (Nationaltorhüterin): „Als Fußballerin kann man an nichts anderes und Schöneres denken. Ich freue mich riesig, eine EM im eigenen Land zu haben. Alles ist möglich. Deswegen spielen wir Fußball. Wenn man so einen zwölften Mann im Rücken hat, kann man an alle Wunder glauben.“
Alexandra Popp (ehemalige DFB-Kapitänin): „Ich weiß, wie es ist, ein Heimturnier zu spielen. Ich war damals 2011 dabei. Es ist einfach eine ganz andere Nummer. Ich freue mich extrem für die jetzige Generation. Und natürlich ist es gleichzeitig in Deutschland und Europa ein nächster Step in der Entwicklung. Wir sind ja schon dabei, die Bundesliga peu à peu infrastrukturell und teilweise von den Gehältern zu professionalisieren. Deswegen brauchen wir genau so ein Turnier, um im Optimalfall allen klarzumachen, dass es im Frauenfußball auch wirklich möglich ist, etwas zu entwickeln, dass der Frauenfußball Menschen begeistert und motiviert.“
Reaktionen der Funktionäre zur EM 2029
Bernd Neuendorf (DFB-Präsident): „Wir sind stolz und glücklich, die UEFA Women’s EURO 2029 ausrichten zu dürfen. Die Ausrichtung eines derart wichtigen Turniers ist eine Ehre. Sie ist aber auch mit einer großen Verantwortung verbunden. Nach der wunderbaren UEFA Women’s EURO 2025 in der Schweiz wollen wir neue Maßstäbe setzen. Wir sind absolut überzeugt, dass das Turnier in Deutschland mehr als eine Millionen Fans anziehen und die UEFA erstmals mit einer Frauen-Europameisterschaft einen finanziellen Gewinn erzielen wird. Wir freuen uns darauf, im Sommer 2029 ein großes Fest des Frauenfußballs zu feiern.“
Heike Ullrich (DFB-Vizepräsidentin für Frauen- und Mädchenfußball): „Wahnsinn! Ein Traum wird wahr. Ab heute und bis in den Sommer 2029 hinein werden wir mit aller Energie darauf hinarbeiten, eine EM auszurichten, auf die die UEFA und die gesamte europäische Fußballfamilie stolz sein können. Dabei geht es nicht nur um Management- und Organisationsfragen, sondern vor allem um die positiven Effekte des Turniers auf die Entwicklung des Frauenfußballs in Europa.“
Aleksander Ceferin (UEFA-Präsident): „Jede Bewerbung zeichnete sich durch Weitblick und außergewöhnliche Teamarbeit aus, und ich bedaure, dass wir uns für nur eine entscheiden mussten. Herzlichen Glückwunsch an Deutschland! Wir freuen uns auf ein unvergessliches Turnier im Sommer 2029.“
Peter Christiansen (Geschäftsführer VfL Wolfsburg): „Für uns hat der Zuschlag auch eine große sportliche Dimension. Unsere Spielerinnen haben den europäischen Frauenfußball in den vergangenen Jahren geprägt – und viele junge Talente orientieren sich am VfL. Nun wird ein EM-Turnier in unserem eigenen Stadion zu einem weiteren Motivationsschub für die gesamte Region. Für Nachwuchsspielerinnen, Fans und die Bundesliga ist das ein Moment, der zeigt: Frauenfußball in Deutschland gehört auf die große Bühne. Wir sind stolz, dafür erneut eine zentrale Bühne zu bieten.“
Viola Odebrecht (Leiterin Frauen- und Mädchenfußball RB Leipzig): „Die Vergabe der Women’s EURO 2029 ist ein großartiges Signal für den Frauenfußball in Deutschland und ein besonderer Moment für Leipzig. Ein EM-Turnier im eigenen Land kann unglaublich viel bewegen: mehr Sichtbarkeit, mehr Begeisterung, mehr Chancen für die nächste Generation. Wir wollen diesen Schwung nutzen und weiter konsequent an unserer Entwicklung arbeiten.“
(Mit Material vom SID)