DFB-Team: Aufstellung, Kader und Trikot gegen Serbien

Nach dem schwierigen Start in die UEFA Nations League steht das DFB-Team gegen Serbien bereits unter Zugzwang. Deutschland empfängt die serbische Auswahl am Donnerstag, 1. Oktober 2026, in der Allianz Arena in München. Anstoß ist um 20:45 Uhr. Für Bundestrainer Jürgen Klopp ist es das dritte Länderspiel seiner Amtszeit – und personell beginnt gegen Serbien praktisch ein neuer Lehrgang. Klopp hat seinen Kader wie angekündigt fast vollständig ausgetauscht. Entsprechend spannend ist die Frage nach der DFB-Team Aufstellung gegen Serbien.

Nach dem 1:1 bei den Niederlanden und der anschließenden 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland besitzt Deutschland in der Nations-League-Gruppe A2 erst einen Punkt. Serbien steht nach Niederlagen gegen Griechenland und die Niederlande sogar noch ohne Zähler da. Für beide Teams geht es in München deshalb bereits um wichtige Punkte.

DFB-Team Aufstellung gegen Serbien

Durch den fast vollständigen Kaderwechsel sind Veränderungen auf allen Positionen zu erwarten. Eine mögliche DFB-Aufstellung könnte derzeit so aussehen:

Deutschland: Urbig – Baku, Anton, Schlotterbeck, Raum – Pavlović, Bischof – Gnabry, Wirtz, El Mala – Woltemade.

Diese Formation ist noch keine bestätigte Startelf. Gerade in der Abwehr und auf den offensiven Außenpositionen besitzt Klopp zahlreiche Alternativen. Philipp Treu könnte rechts verteidigen, Malick Thiaw und Finn Jeltsch sind Kandidaten für die Innenverteidigung. Maximilian Mittelstädt konkurriert mit David Raum auf der linken Seite.

Es wird einen Debütanten im Tor geben

Die auffälligste Veränderung dürfte es im deutschen Tor geben. Mit Noah Atubolu, Finn Dahmen und Jonas Urbig stehen ausschließlich Torhüter im aktuellen Aufgebot, die bislang noch kein A-Länderspiel bestritten haben. Damit steht bereits fest, dass Deutschland gegen Serbien einen Debütanten zwischen den Pfosten haben wird.

Vieles deutet auf Jonas Urbig hin. Der Torhüter des FC Bayern München nimmt am Mittwochabend gemeinsam mit Klopp an der offiziellen Pressekonferenz in München teil. In der Vergangenheit war die Teilnahme eines Spielers an der Abschlusspressekonferenz häufig ein Hinweis auf einen Startelfeinsatz. Offiziell bestätigt hat Klopp Urbig als Nummer eins gegen Serbien allerdings noch nicht. Für den 23-Jährigen wäre ein Einsatz auch wegen des Spielortes besonders: Urbig würde ausgerechnet in der Münchner Arena, seinem Vereinsstadion beim FC Bayern, sein erstes A-Länderspiel bestreiten.

Auch im Mittelfeld ist vieles offen. Neben Aleksandar Pavlović und Tom Bischof stehen Vitaly Janelt, Yannik Engelhardt, Bambasé Conté und Felix Keidel zur Verfügung. Offensiv dürfte Florian Wirtz eine Schlüsselrolle übernehmen. Für die Flügelpositionen kommen unter anderem Serge Gnabry, Lennart Karl, Saïd El Mala, Mika Baur und Derry Scherhant infrage. Im Sturm besitzt Klopp mit Nick Woltemade und Jonathan Burkardt zwei klassische Kandidaten.

Schlotterbeck hat sich im Trainig verletzt

Innenverteidiger Nico Schlotterbeck von Borussia Dortmund zog sich beim Abschlusstraining am Mittwoch in Herzogenaurach eine Knöchelverletzung zu. Schlotterbeck wurde danach direkt zu einer MRT-Untersuchung gebracht. Der 26-Jährige schlug nach der Szene die Hände vors Gesicht und wälzte sich am Boden. Sein Einsatz ist fraglich.

Florian Wirtz soll die deutsche Offensive führen

Besonders wichtig dürfte Florian Wirtz werden. Der Liverpool-Profi war ursprünglich erst für die beiden Spiele gegen Serbien und Griechenland vorgesehen, wurde nach den Verletzungen von Jamal Musiala und Kai Havertz jedoch bereits vorzeitig zum ersten Kader geholt. Auch Jonathan Burkardt stieß früher zur Auswahl.

Gegen Griechenland kam Wirtz bereits zum Einsatz, konnte die 0:1-Niederlage aber nicht verhindern. Im neu zusammengestellten zweiten Aufgebot ist er nun einer der erfahrensten und wichtigsten Offensivspieler.

Ohne Musiala, Havertz und Kapitän Joshua Kimmich verändert sich zugleich die Hierarchie des Teams. Neben Wirtz gehören Nico Schlotterbeck, Serge Gnabry, David Raum und Waldemar Anton zu den Spielern, die den vielen Neulingen Orientierung geben sollen.

Wer wird Kapitän gegen Serbien?

Auch die Kapitänsfrage ist vor dem Serbien-Spiel offen. Joshua Kimmich gehörte bewusst nur zum ersten Teil des Lehrgangs und ist für die Partien gegen Serbien und Griechenland nicht mehr beim Team.

Damit muss Klopp einen neuen Spielführer bestimmen. Zu den naheliegenden Kandidaten zählen Serge Gnabry, Nico Schlotterbeck, David Raum und Florian Wirtz. Gnabry besitzt mit mehr als 60 Länderspielen die größte internationale Erfahrung im aktuellen Aufgebot. Raum wiederum kennt die Kapitänsrolle aus seinem Verein. Eine Entscheidung hatte Klopp bis Mittwochmittag noch nicht bekannt gegeben.

Neuer DFB-Kader gegen Serbien mit neun möglichen Debütanten

Das Besondere an Klopps erstem Nations-League-Lehrgang ist die Aufteilung auf zwei unterschiedliche Kader. Bereits bei seiner ersten Nominierung berief der Bundestrainer insgesamt 44 Spieler. Die Auswahl gegen die Niederlande und Griechenland unterschied sich bewusst deutlich vom Aufgebot für Serbien und das anschließende Rückspiel in Griechenland.

Sechs Spieler aus dem ersten Aufgebot bleiben weiterhin dabei: Finn Dahmen, Nico Schlotterbeck, Philipp Treu, Yannik Engelhardt, Bambasé Conté und Serge Gnabry. Wirtz und Burkardt waren ohnehin für den zweiten Kader eingeplant und kamen lediglich früher hinzu. Klopp stehen damit aktuell 25 Spieler zur Verfügung.

Der aktuelle DFB-Kader:

PositionSpieler
TorNoah Atubolu, Finn Dahmen, Jonas Urbig
AbwehrWaldemar Anton, Ridle Baku, Finn Jeltsch, Maximilian Mittelstädt, David Raum, Nico Schlotterbeck, Malick Thiaw, Philipp Treu
MittelfeldMika Baur, Tom Bischof, Bambasé Conté, Saïd El Mala, Yannik Engelhardt, Serge Gnabry, Vitaly Janelt, Lennart Karl, Felix Keidel, Aleksandar Pavlović, Derry Scherhant, Florian Wirtz
AngriffJonathan Burkardt, Nick Woltemade

Gleich neun Spieler aus diesem Aufgebot warten noch auf ihr erstes A-Länderspiel: Atubolu, Dahmen, Urbig, Jeltsch, Baur, El Mala, Janelt, Keidel und Scherhant. Das garantiert zumindest im Tor einen Debütanten und macht weitere erste Länderspiele wahrscheinlich.

Finn Jeltsch und Saïd El Mala hoffen auf DFB-Debüt

Besonders interessant ist die Situation bei Finn Jeltsch. Der Innenverteidiger vom VfB Stuttgart war 2023 mit Deutschland U17-Weltmeister und hat sich inzwischen auch im Vereinsfußball auf hohem Niveau etabliert. Jeltsch bezeichnet seinen eigenen Stil als mutig, aggressiv und offensiv ausgerichtet – Eigenschaften, die grundsätzlich gut zum von Klopp gewünschten Fußball passen.

Auch Saïd El Mala zählt zu den spannendsten Kandidaten. Der Offensivspieler vom 1. FC Köln bringt Geschwindigkeit und Eins-gegen-eins-Qualitäten mit. Gerade gegen eine körperlich robuste serbische Defensive könnte Klopp im Verlauf der Partie auf solche Fähigkeiten setzen.

Lennart Karl gehört ebenfalls wieder zum Kader. Der junge Bayern-Offensivspieler war ursprünglich bereits für den ersten Teil des Lehrgangs vorgesehen, wurde aus Gründen der Belastungssteuerung aber in die zweite Gruppe verschoben.

Woltemade oder Burkardt im Sturm?

Eine der wichtigsten Entscheidungen betrifft die Mittelstürmerposition. Nick Woltemade und Jonathan Burkardt stehen als zwei unterschiedliche Optionen bereit.

Woltemade bringt mit seiner Größe, Technik und Fähigkeit, Bälle festzumachen, ein interessantes Profil für Klopps Spielidee mit. Burkardt ist beweglicher, attackiert Räume konsequent und kann das gegnerische Aufbauspiel aggressiv anlaufen.

Auch eine Variante mit beiden Angreifern wäre während des Spiels denkbar. Für die Anfangsformation spricht derzeit jedoch einiges dafür, dass Klopp zunächst nur einen klassischen Mittelstürmer aufstellt und Wirtz dahinter beziehungsweise aus einer offensiven Mittelfeldposition agieren lässt.

Deutschland nach Griechenland-Pleite unter Druck

Die sportliche Ausgangslage hat sich nach den ersten beiden Spieltagen verschärft. Deutschland spielte zum Auftakt 1:1 gegen die Niederlande. Gegen Griechenland folgte anschließend eine überraschende 0:1-Niederlage in Augsburg. Dimitris Kourbelis erzielte in der 74. Minute den entscheidenden Treffer. Deutschland hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, entwickelte daraus aber zu wenig Torgefahr.

Damit wartet Klopp nach seinen ersten beiden Spielen als Bundestrainer noch auf seinen ersten Sieg. Noch nie zuvor musste ein deutscher Bundestrainer länger als zwei Spiele auf seinen ersten Erfolg warten. Mit einem Sieg gegen Serbien würde Klopp allerdings lediglich mit Sepp Herberger und Helmut Schön gleichziehen, die ebenfalls erst ihre dritte Partie gewannen.

Die Tabelle erhöht den Druck zusätzlich. Griechenland steht nach zwei Siegen bei sechs Punkten, die Niederlande besitzen vier Punkte. Deutschland folgt mit einem Zähler, Serbien steht noch bei null Punkten.

Serbien ebenfalls noch ohne Punkt

Auch Serbien reist unter Druck nach München. Die Auswahl von Trainer Veljko Paunović verlor zunächst 1:2 gegen Griechenland und anschließend ebenfalls 1:2 gegen die Niederlande.

Die Leistung gegen Oranje machte Paunović allerdings Mut. Sein Team präsentierte sich deutlich organisierter als beim Auftakt und hielt die Partie bis zum Schluss offen. Paunović erklärte anschließend, man habe gesehen, „dass wir mit ihnen spielen können“. Besonders die Energie, Organisation und Zweikampfstärke seiner Auswahl hob der Trainer hervor.

Für Deutschland bedeutet das: Trotz null Punkten ist Serbien kein Gegner, gegen den drei Punkte selbstverständlich wären.

Deutschland spielt gegen Serbien im weißen Trikot

Auch die Trikotfrage ist bereits geklärt. Deutschland wird in München erneut im weißen Heimtrikot von adidas antreten. Schon beim 0:1 gegen Griechenland lief das DFB-Team in Weiß auf. Beim Nations-League-Auftakt in Amsterdam hatte Deutschland dagegen das neue schwarze Abschiedstrikot getragen.

Das weiße Heimtrikot kommt damit zum zweiten Mal nacheinander zum Einsatz.

Espen Eskas ist Schiedsrichter gegen Serbien

Geleitet wird Deutschland gegen Serbien vom Norweger Espen Eskas. Der 38-Jährige erhält Unterstützung von seinen Landsleuten Jan Erik Engan und Alf Olav Rossland. Vierter Offizieller ist Sigurd Kringstad. Als Videoassistent fungiert der Portugiese Tiago Martins.

Eskas kennt das DFB-Team bereits. Im März 2024 leitete er Deutschlands 2:1 gegen die Niederlande in Frankfurt. Im September 2025 war er außerdem beim 3:1 in der WM-Qualifikation gegen Nordirland Schiedsrichter. Deutschland gewann damit beide bisherigen Länderspiele unter seiner Leitung.

Deutschland gegen Serbien live im ZDF

Das Nations-League-Spiel Deutschland gegen Serbien beginnt am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 20:45 Uhr in der Allianz Arena in München. Das ZDF überträgt die Partie live im Free-TV.

Für Klopp wird es dabei nicht nur um die ersten drei Punkte seiner Amtszeit gehen. Mit einem fast komplett neuen Kader muss der Bundestrainer innerhalb weniger Trainingseinheiten erneut eine funktionierende Startelf aufbauen.

Gerade deshalb steht die DFB-Team Aufstellung gegen Serbien besonders im Fokus. Jonas Urbig besitzt gute Chancen auf sein Debüt im Tor, Wirtz dürfte eine zentrale Rolle in der Offensive übernehmen und mehrere junge Spieler hoffen ebenfalls auf ihre ersten Minuten. Spätestens mit Veröffentlichung der offiziellen Startelf kurz vor dem Anpfiff steht fest, wie radikal Klopp sein Team tatsächlich umbaut.

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