Der DFB hat die offiziellen Rückennummern für die Fußball-WM 2026 am 2. Juni 2026 veröffentlicht. Warum trägt Kimmich die 6, Musiala die 10 und Neuer die 1? Auffällig ist bei der Beantwortung der Frage ist: Einige Nummern der DFB-Trikots 2026 sind klar erklärbar, weil sie zu den Trikotnummern der Vereine passen oder schon in den letzten Länderspielen verwendet wurden.
Rückennummer der Nationalspieler
Das sind die Rückennummern im Deutschland-Kader bei der WM 2026:
| Position | Nr. | Name | Geburtsdatum | Verein |
|---|---|---|---|---|
| Tor | 12 | Oliver Baumann | 02.06.1990 | TSG Hoffenheim |
| 1 | Manuel Neuer | 27.03.1986 | FC Bayern München | |
| 21 | Alexander Nübel | 30.09.1996 | VfB Stuttgart | |
| Defensive | 3 | Waldemar Anton | 20.07.1996 | Borussia Dortmund |
| 18 | Nathaniel Brown | 16.06.2003 | Eintracht Frankfurt | |
| 13 | Pascal Groß | 15.06.1991 | Brighton & Hove Albion | |
| 6 | Joshua Kimmich | 08.02.1995 | FC Bayern München | |
| 23 | Felix Nmecha | 10.10.2000 | Borussia Dortmund | |
| 5 | Aleksandar Pavlović | 03.05.2004 | FC Bayern München | |
| 22 | David Raum | 22.04.1998 | RB Leipzig | |
| 2 | Antonio Rüdiger | 03.03.1993 | Real Madrid | |
| 15 | Nico Schlotterbeck | 01.12.1999 | Borussia Dortmund | |
| 16 | Angelo Stiller | 04.04.2001 | VfB Stuttgart | |
| 4 | Jonathan Tah | 11.02.1996 | FC Bayern München | |
| 24 | Malick Thiaw | 08.08.2001 | Newcastle United | |
| Offensive | 20 | Nadiem Amiri | 27.10.1996 | 1. FSV Mainz 05 |
| 14 | Maximilian Beier | 17.10.2002 | Borussia Dortmund | |
| 8 | Leon Goretzka | 06.02.1995 | FC Bayern München | |
| 7 | Kai Havertz | 11.06.1999 | FC Arsenal | |
| 25 | 22.02.2008 | FC Bayern München | ||
| 25 | Forzan Assan Ouédraogo | 09.05.2006 | RB Leipzig | |
| 9 | Jamie Leweling | 26.02.2001 | VfB Stuttgart | |
| 10 | Jamal Musiala | 26.02.2003 | FC Bayern München | |
| 19 | Leroy Sané | 11.01.1996 | Galatasaray Istanbul | |
| 26 | Deniz Undav | 19.07.1996 | VfB Stuttgart | |
| 17 | Florian Wirtz | 03.05.2003 | FC Liverpool | |
| 11 | Nick Woltemade | 14.02.2002 | Newcastle United |
Was sich aus der Vergabe sicher sagen lässt
Am klarsten ist die Logik bei den Torhütern. Manuel Neuer ist die Nummer 1, Oliver Baumann, der zuzletzt die Nummer 1 trug, die 12 und Alexander Nübel die 21. Neuer stand beim WM-Auftakt gegen Curaçao mit der 1 im Tor, Baumann trug in der Generalprobe gegen Finnland die 12, Nübel gegen die USA die 21. Eine individuelle DFB-Erklärung wurde dazu nicht veröffentlicht, aber die Verteilung folgt sehr deutlich der klassischen Turnierhierarchie im Tor.





Bei Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Jamal Musiala ist die Begründung deutlich greifbarer. Der DFB hob in seiner Mitteilung sogar ausdrücklich hervor, dass Kapitän Kimmich auch bei der WM mit der 6 aufläuft. Beim FC Bayern tragen Kimmich, Goretzka und Musiala ebenfalls die 6, 8 und 10. Gerade bei Musiala ist die Symbolik besonders stark: Bayern beschreibt ihn offiziell als neue Nummer 10 und verknüpft diese Zahl mit Kreativität, Technik und besonderen Momenten. Hier wirkt die DFB-Vergabe also wie eine bewusste Fortsetzung der Klubidentität.
Sehr deutlich ist die Klub-Kontinuität auch bei mehreren anderen Nationalspielern. Waldemar Anton trägt beim BVB die 3, Pascal Groß die 13, Maximilian Beier die 14. David Raum läuft bei RB Leipzig mit der 22 auf, Deniz Undav beim VfB mit der 26. Wenn exakt dieselbe Zahl dann auch im WM-Kader auftaucht, ist die wahrscheinlichste Erklärung schlicht Gewohnheit und Wiedererkennbarkeit: Der Spieler behält seine vertraute Nummer.
Warum hat welcher DFB-Spieler genau diese Nummer?
Manuel Neuer mit der 1 ist der eindeutigste Fall: erste Torwartnummer, Führungsspieler, langjährige Nummer eins. Antonio Rüdiger mit der 2 und Jonathan Tah mit der 4 passen in das klassische Verteidiger-Schema, beide trugen diese Nummern schon in der USA-Generalprobe. Waldemar Anton hatte dort ebenfalls bereits die 3. Aleksandar Pavlovic lief gegen Finnland und Curaçao mit der 5 auf, Joshua Kimmich gegen Finnland und die USA mit der 6. Kai Havertz war gegen die USA die 7, Leon Goretzka dort die 8. Das spricht dafür, dass der Kern der Nummernvergabe schon vor Turnierbeginn feststand.
Bei den Offensivspielern lässt sich ein ähnliches Muster erkennen. Jamie Leweling war in der USA-Generalprobe bereits die 9, Jamal Musiala die 10, Nick Woltemade die 11, Florian Wirtz die 17 und Leroy Sané die 19. Nathaniel Brown trug gegen die USA, Finnland und beim WM-Start die 18, Felix Nmecha die 23. Genau diese Zahlen landeten anschließend auch auf der offiziellen WM-Liste. Das ist ein starkes Indiz dafür, dass Nagelsmanns Team die Turniernummern schon in der unmittelbaren WM-Vorbereitung festgezurrt hatte.
Spannend sind die Fälle, in denen die WM-Nummer gerade nicht zur Klubnummer passt. Nico Schlotterbeck ist beim BVB die 4, im DFB-Team aber die 15. Angelo Stiller trägt beim VfB die 6, bei der WM jedoch die 16. Felix Nmecha ist in Dortmund die 8, in Deutschland die 23. Alexander Nübel war beim VfB die 33, im DFB-Team die 21. In diesen Fällen spricht wenig für eine Übernahme der Vereinsnummer und viel für eine reine Turniervergabe innerhalb des Kaders. Anders gesagt: Der DFB musste intern neu sortieren, weil die bevorzugten Zahlen teils schon vergeben waren.
Bei Nadiem Amiri und Malick Thiaw ist die Lage ähnlich. Amiri war in der USA-Generalprobe bereits die 20. Für Thiaw ist interessant, dass er in der USA-Generalprobe noch mit der 26 geführt wurde, auf der finalen WM-Liste dann aber die 24 bekam. Das zeigt, dass es nach dem letzten Testspiel noch interne Anpassungen bei den freien Nummern gab. Eine offizielle persönliche Begründung hat der DFB dafür bislang nicht veröffentlicht.
Ein Sonderfall ist Leroy Sané. Seine 19 ist nicht nur eine Zahl aus der direkten WM-Vorbereitung 2026, sondern eine echte DFB-Kontinuität. Schon beim Deutschland-Spiel in den USA im Oktober 2023 lief Sané mit der 19 auf. Das macht seine Nummer zu einer der stabilsten Offensivnummern im DFB-Team der vergangenen Jahre. Auch bei Manchester City und Schalke trug er die 19.