DFB-Team: Aufstellung, Kader und Trikot in Griechenland

Das DFB-Team steht vor einem wichtigen Auswärtsspiel in der UEFA Nations League: Am Sonntag, 4. Oktober 2026, trifft Deutschland in Thessaloniki auf Griechenland. Anstoß im Toumba Stadium ist um 20:45 Uhr deutscher Zeit. Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel in Augsburg bietet sich der Auswahl von Bundestrainer Jürgen Klopp bereits eine Woche später die Gelegenheit zur Revanche. Im Mittelpunkt stehen dabei erneut die DFB-Team Aufstellung gegen Griechenland, der stark veränderte Kader und das schwarze Deutschland-Trikot.

Die personellen Planungen sind inzwischen weit fortgeschritten. Jonas Urbig soll nach seinem Länderspieldebüt gegen Serbien erneut im deutschen Tor stehen. Auch Aleksandar Pavlović ist für die Startelf vorgesehen. Serge Gnabry ist dagegen bereits abgereist, Nico Schlotterbeck fällt verletzt aus. Insgesamt stehen Klopp in Thessaloniki genau 23 Spieler zur Verfügung.

Deutschland geht mit Rückenwind in die Partie. Nach einem 1:1 gegen die Niederlande und der überraschenden 0:1-Heimniederlage gegen Griechenland gelang beim 2:0 gegen Serbien der erste Sieg unter Klopp. Tom Bischof und Florian Wirtz erzielten in München die Tore. Griechenland führt die Gruppe A2 dennoch weiterhin mit sieben Punkten vor den Niederlanden mit fünf und Deutschland mit vier Zählern an.

Das Rückspiel wird erstmals in Thessaloniki ausgetragen. Schauplatz ist das Toumba Stadium, die Heimstätte von PAOK Thessaloniki. Das Stadion bietet knapp 29.000 Zuschauern Platz. Rund 1.400 deutsche Fans werden das DFB-Team vor Ort unterstützen.

RTL überträgt die Partie live im Free-TV. Die Vorberichterstattung beginnt um 20:00 Uhr mit Moderator Florian König und Experte Lothar Matthäus. Kommentiert wird das Spiel von Wolff-Christoph Fuss.

DFB-Team Aufstellung gegen Griechenland: Urbig erneut im Tor

Eine der wichtigsten Personalfragen hat Jürgen Klopp bereits beantwortet. Jonas Urbig soll erneut im deutschen Tor stehen. Der Torhüter des FC Bayern feierte beim 2:0 gegen Serbien sein Länderspieldebüt und blieb dabei ohne Gegentor.

Klopp erklärte am Vorabend der Partie: „Im Moment sieht es so aus, als ob wir nicht tauschen und Jonas Urbig spielt.“ Der Bundestrainer begründete die Entscheidung damit, dass Urbig bei Bayern zuletzt weniger Spielpraxis als die anderen nominierten Torhüter gesammelt habe und deshalb ein zweites Länderspiel erhalten soll. Die Entscheidung sage allerdings nichts über eine zukünftige Nummer eins im DFB-Tor aus.

Damit müssen Finn Dahmen und Noah Atubolu voraussichtlich weiter auf ihr Länderspieldebüt warten.

Pavlović steht ebenfalls vor Startelfeinsatz

Auch Aleksandar Pavlović dürfte gegen Griechenland beginnen. Klopp machte auf der Pressekonferenz daraus kaum noch ein Geheimnis. Über seinen Mittelfeldspieler sagte er scherzend, Pavlović könne sich nun „nicht mehr aus der Mannschaft quatschen“.

Der Bayern-Profi überzeugte bereits gegen Serbien gemeinsam mit Tom Bischof im zentralen Mittelfeld. Das Duo gab dem deutschen Spiel Struktur und war maßgeblich daran beteiligt, dass Serbien insbesondere in der ersten Halbzeit kaum aus der eigenen Hälfte kam.

Pavlović selbst äußerte sich positiv über das Zusammenspiel mit Bischof und Florian Wirtz: „Es hat viel Spaß gemacht, mit den beiden gegen Serbien zu zocken.“ Vor allem Wirtz genieße in der Offensive viele Freiheiten.

Deshalb spricht einiges dafür, dass Klopp den Kern dieses Mittelfelds auch in Thessaloniki zusammenhält.

Aufstellung Deutschland gegen Griechenland

Im Vergleich zum 2:0 gegen Serbien sind dennoch mehrere Wechsel möglich. Insbesondere auf den Außenverteidiger- und offensiven Außenpositionen dürfte Klopp frische Kräfte einsetzen.

Die voraussichtliche DFB-Team Aufstellung gegen Griechenland sieht so aus:

Deutschland: Urbig – Baku, Thiaw, Anton, Raum – Bischof, Pavlović – Karl, Wirtz, El Mala – Burkardt.

Jonas Urbig und Aleksandar Pavlović gelten dabei nach Klopps Aussagen als nahezu gesetzt. In der Innenverteidigung könnten erneut Waldemar Anton und Malick Thiaw zusammenspielen. Beide bildeten gegen Serbien eine stabile Defensive.

Auf den Außenbahnen sind Wechsel denkbar. Ridle Baku könnte für Philipp Treu rechts beginnen, David Raum besitzt auf der linken Seite Chancen auf einen Einsatz anstelle von Maximilian Mittelstädt.

Karl und El Mala als neue Flügelzange?

Besonders interessant ist die Besetzung der Offensive. Serge Gnabry steht nicht mehr zur Verfügung. Der Bayern-Profi wurde nach dem Serbien-Spiel wie geplant aus dem Lehrgang verabschiedet. Klopp erklärte, Gnabry habe nach 45 Minuten gegen Serbien Belastungsreaktionen gespürt. Man habe ihn deshalb bereits zur Pause ausgewechselt und anschließend entschieden, ihm vor der Rückkehr ins Vereinstraining zusätzliche Regeneration zu ermöglichen.

Eine Alternative für die rechte Seite ist Lennart Karl. Das Bayern-Talent kam gegen Serbien nicht zum Einsatz und könnte nun erstmals von Beginn an für das DFB-Team spielen.

Links bietet sich Said El Mala an. Der Kölner wurde gegen Serbien zur zweiten Halbzeit für Gnabry eingewechselt und feierte damit sein A-Länderspieldebüt. Auch Derry Scherhant, der gegen Serbien von Beginn an spielte, bleibt eine Option.

Im Angriff könnte Jonathan Burkardt für Nick Woltemade beginnen. Hinter der Sturmspitze dürfte erneut Florian Wirtz die zentrale offensive Rolle übernehmen.

Florian Wirtz wird zum Führungsspieler

Florian Wirtz hat sich in kürzester Zeit zu einer Schlüsselfigur im neuen DFB-Team unter Klopp entwickelt. Beim 2:0 gegen Serbien erzielte der Liverpool-Profi in der 61. Minute den zweiten deutschen Treffer. Zuvor hatte Tom Bischof das DFB-Team in der 39. Minute in Führung geschossen.

Wirtz agierte hinter der Spitze mit vielen Freiheiten und profitierte vom spielstarken Mittelfeld mit Pavlović und Bischof. Genau diese Kombination könnte auch gegen Griechenland gefragt sein.

Denn das Hinspiel hat gezeigt, dass Deutschland Probleme bekommen kann, wenn der Gegner kompakt und tief verteidigt. Klopp erwartet in Thessaloniki erneut Phasen, in denen Griechenland sich weit zurückzieht. „Dass sie das gut beherrschen, haben wir in Augsburg mitbekommen“, sagte der Bundestrainer.

DFB-Kader und Rückennummern gegen Griechenland

Jürgen Klopp stehen für das Rückspiel in Thessaloniki 23 Spieler zur Verfügung. Durch die Außenbandverletzung von Nico Schlotterbeck und die vorzeitige Abreise von Serge Gnabry ist das Aufgebot gegenüber dem ursprünglich geplanten Kader verkleinert worden.

Die Rückennummern stehen ebenfalls fest. Felix Keidel übernimmt die Nummer 20, die zuvor Gnabry getragen hatte. Der aktuelle DFB-Kader für das Spiel gegen Griechenland im Überblick:

Nr.SpielerVerein
1Jonas UrbigFC Bayern München
2Malick ThiawNewcastle United
3Waldemar AntonBorussia Dortmund
4Finn JeltschVfB Stuttgart
5Aleksandar PavlovićFC Bayern München
6Yannik EngelhardtSC Freiburg
7Said El Mala1. FC Köln
8Tom BischofFC Bayern München
9Derry ScherhantSC Freiburg
10Jonathan BurkardtEintracht Frankfurt
11Nick WoltemadeJuventus Turin
12Finn DahmenFC Augsburg
13Philipp TreuSC Freiburg
14Mika BaurCeltic Glasgow
15Lennart KarlFC Bayern München
16Ridle BakuRB Leipzig
17Florian WirtzFC Liverpool
18Maximilian MittelstädtVfB Stuttgart
19Bambasé ContéTSG Hoffenheim
20Felix KeidelSV Elversberg
21Noah AtuboluEintracht Frankfurt
22David RaumRB Leipzig
23Vitaly JaneltFC Brentford

Damit umfasst das Aufgebot drei Torhüter und 20 Feldspieler. Noch ohne A-Länderspiel sind unter anderem Atubolu, Dahmen, Jeltsch und Keidel. Gerade für die bislang noch nicht eingesetzten Spieler könnte das Auswärtsspiel in Thessaloniki eine weitere Gelegenheit bieten.

Schlotterbeck fällt gegen Griechenland aus

Nicht dabei ist Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger verletzte sich bereits vor dem Serbien-Spiel im Abschlusstraining am rechten Sprunggelenk. Diagnostiziert wurde eine Außenbandverletzung. Sowohl gegen Serbien als auch beim Rückspiel in Griechenland fällt der Dortmunder deshalb aus.

Damit stehen Klopp mit Waldemar Anton, Malick Thiaw und Finn Jeltsch drei nominelle Innenverteidiger zur Verfügung.

Schlotterbeck fällt gegen Griechenland aus

Nicht dabei ist Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger verletzte sich bereits vor dem Serbien-Spiel im Abschlusstraining am rechten Sprunggelenk. Diagnostiziert wurde eine Außenbandverletzung. Sowohl gegen Serbien als auch beim Rückspiel in Griechenland fällt der Dortmunder deshalb aus.

Damit stehen Klopp mit Waldemar Anton, Malick Thiaw und Finn Jeltsch drei nominelle Innenverteidiger zur Verfügung.

Jeltsch gehört zu den verbliebenen Spielern, die noch auf ihr Debüt warten. Neben ihm haben auch Noah Atubolu, Finn Dahmen und Felix Keidel noch kein A-Länderspiel bestritten.

Welches DFB-Trikot trägt Deutschland gegen Griechenland?

Auch die Trikotfrage ist bereits geklärt: Deutschland spielt gegen Griechenland komplett in Schwarz.

Das neue schwarze DFB-Trikot von adidas kam erstmals beim 1:1 gegen die Niederlande in Amsterdam zum Einsatz. In Thessaloniki wird es zum zweiten Mal in einem Länderspiel getragen.

Das Jersey besitzt ein schwarzes Grunddesign mit goldfarbenen Details und dem klassischen adidas-Trefoil. Es ist zugleich ein besonderes Stück DFB-Geschichte: Ende 2026 endet nach Jahrzehnten die Partnerschaft zwischen dem Deutschen Fußball-Bund und adidas.

Beim Hinspiel in Augsburg spielte Deutschland dagegen im klassischen weißen Heimtrikot. Das Rückspiel findet nun erneut im schwarzen Auswärtsdress statt.

Hinspiel: Deutschland verliert 0:1 gegen Griechenland

Die erste Partie gegen Griechenland am 27. September verlief aus deutscher Sicht enttäuschend. Beim ersten Heimspiel von Jürgen Klopp als Bundestrainer verlor das DFB-Team in Augsburg mit 0:1.

Dimitrios Kourbelis erzielte in der 74. Minute das entscheidende Tor. Deutschland besaß zwar viel Ballbesitz und versuchte insbesondere in der Schlussphase, den griechischen Defensivblock zu knacken, fand aber kaum klare Lösungen.

Für Griechenland war es ein historischer Erfolg. In den zuvor zehn Länderspielen hatte die Auswahl noch nie gegen Deutschland gewonnen.

Klopp räumte vor dem Rückspiel ein, der griechische Sieg sei „nicht unverdient“ gewesen. Gleichzeitig verwies er auf die wesentlich bessere Leistung beim anschließenden 2:0 gegen Serbien. Wenn sein Team davon mehr zeige, werde Deutschland in Thessaloniki „ein schwererer Gegner für Griechenland“.

Bilanz Deutschland gegen Griechenland

Durch den griechischen Sieg in Augsburg hat sich die historische Bilanz verändert. Vor dem Rückspiel gab es elf Begegnungen.

Spiele11
Siege Deutschland7
Unentschieden3
Siege Griechenland1
Tore Deutschland23
Tore Griechenland11

Deutschland besitzt damit weiterhin eine deutlich positive Gesamtbilanz. Besonders interessant ist die Auswärtsstatistik: Das DFB-Team hat noch nie ein Länderspiel in Griechenland verloren.

Vier Partien wurden bislang in Griechenland ausgetragen. Deutschland gewann drei davon, eine endete unentschieden.

Das erste Duell fand bereits 1960 statt und endete in der WM-Qualifikation mit einem 3:0-Auswärtssieg für Deutschland.

Nations League: Deutschland braucht Punkte

Auch mit Blick auf die Tabelle besitzt das Rückspiel große Bedeutung. Nach drei Spieltagen führt Griechenland die Gruppe A2 an.

PlatzTeamPunkte
1.Griechenland7
2.Niederlande5
3.Deutschland4
4.Serbien0

Deutschland würde mit einem Sieg nach Punkten mit Griechenland gleichziehen. Gleichzeitig spielt die Niederlande am Sonntag gegen Serbien.

Für das DFB-Team geht es dabei um einen Platz im Viertelfinale der Nations League. Nur die beiden besten Teams der Gruppe qualifizieren sich direkt für die K.-o.-Runde. Der Gruppendritte muss dagegen in die Play-offs gegen einen Zweiten aus Liga B.

Nach dem Spiel in Thessaloniki folgen im November noch die Auswärtspartie gegen Serbien am 13. November und das Heimspiel gegen die Niederlande am 16. November in Berlin.

Schiedsrichter Clément Turpin leitet Griechenland gegen Deutschland

Geleitet wird die Partie von einem der erfahrensten europäischen Schiedsrichter. Clément Turpin aus Frankreich übernimmt das Nations-League-Spiel im Toumba Stadium.

Das Schiedsrichterteam:

FunktionName
SchiedsrichterClément Turpin
AssistentNicolas Danos
AssistentBenjamin Pages
Vierter OffiziellerEric Wattellier
VARJérôme Brisard
AVARBastien Dechepy

Alle Mitglieder des Gespanns kommen aus Frankreich. Turpin hat bereits mehrfach Spiele des DFB-Teams geleitet. Zuletzt pfiff er im September 2024 den deutschen 5:0-Sieg gegen Ungarn in Düsseldorf.

Klopp fordert eine Reaktion auf das Hinspiel

Das schnelle Wiedersehen mit Griechenland bietet Deutschland eine ungewöhnlich direkte Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Nur sieben Tage liegen zwischen dem 0:1 in Augsburg und dem Rückspiel in Thessaloniki.

Jürgen Klopp erwartet allerdings erneut einen anspruchsvollen Gegner. Der Bundestrainer hob insbesondere die Qualität der griechischen Offensive hervor. Die Spieler könnten Tempo machen, Tore erzielen und stünden teilweise bei großen europäischen Vereinen unter Vertrag.

Gleichzeitig hat Deutschland mit dem Serbien-Spiel erstmals deutlich gezeigt, wie Klopp sich den Fußball seiner Auswahl vorstellt. Beim 2:0 dominierte das DFB-Team insbesondere durch aggressives Gegenpressing und schnelle Ballgewinne. Deutschland gab alleine in der ersten Halbzeit 16 Torschüsse ab, Serbien keinen einzigen.

Genau diese Intensität soll nun auch in Thessaloniki zu sehen sein.

DFB-Team gegen Griechenland mit völlig anderem Gesicht

Der Vergleich mit dem Hinspiel ist personell nur bedingt möglich. Durch Klopps ungewöhnliche Planung mit zwei weitgehend getrennten Kadern steht in Thessaloniki eine nahezu komplett andere Auswahl zur Verfügung als eine Woche zuvor in Augsburg.

Spieler wie Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nathaniel Brown, Felix Nmecha, Karim Adeyemi oder Kevin Schade sind nicht mehr beim Team. Dafür gehören unter anderem Anton, Thiaw, Raum, Pavlović, Bischof, Karl, El Mala, Woltemade und weitere junge Spieler zum zweiten Aufgebot.

Das 2:0 gegen Serbien zeigte bereits, dass die neue Zusammenstellung funktionieren kann. Bischof erzielte seinen ersten Treffer für das DFB-Team, Urbig blieb bei seinem Debüt ohne Gegentor und mit Scherhant, El Mala, Baur und Janelt kamen gleich mehrere weitere Neulinge zu ihren ersten Länderspielen.

Nun wartet allerdings die deutlich schwierigere Prüfung: Griechenland hat das Hinspiel gewonnen, führt die Nations-League-Gruppe an und kann vor eigenem Publikum auftreten.

Deutschland braucht deshalb nicht nur eine neue Aufstellung, sondern vor allem eine Fortsetzung der spielerischen Entwicklung aus dem Serbien-Spiel. Um 20:45 Uhr zeigt sich im Toumba Stadium, ob Klopps zweite DFB-Auswahl auch auswärts gegen den bisherigen Tabellenführer bestehen kann.

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