Die DFB-Frauen treffen am Dienstag, 13. Oktober 2026, um 17:45 Uhr im Bremer Weserstadion auf Japan. Für das Team von Bundestrainer Christian Wück ist das Länderspiel gegen den amtierenden Asienmeister ein wichtiger Härtetest auf dem Weg zur Frauen-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien. Nach dem 4:2-Erfolg gegen Australien will die deutsche Auswahl auch gegen Japan überzeugen. Doch mit welcher Aufstellung spielen die DFB-Frauen, welche Spielerinnen stehen im Kader und welches Trikot trägt Deutschland?





Der Bundestrainer muss weiterhin auf mehrere Leistungsträgerinnen verzichten. Gleichzeitig bieten die beiden Oktober-Länderspiele die Gelegenheit, neue Spielerinnen zu testen und verschiedene taktische Varianten auszuprobieren. Besonders im Angriff hat sich der Konkurrenzkampf zuletzt verschärft.
DFB-Frauen: Aufstellung gegen Japan
Nach dem überzeugenden Auftritt gegen Australien könnte Christian Wück auch gegen Japan auf ein 4-2-3-1-System setzen. Allerdings sind Veränderungen in der Startelf durchaus wahrscheinlich. Der Bundestrainer nutzt die Länderspiele bewusst, um seinen Kader mit Blick auf die Weltmeisterschaft 2027 weiterzuentwickeln.
Die voraussichtliche Aufstellung der DFB-Frauen gegen Japan:
Deutschland: Ena Mahmutovic – Carlotta Wamser, Janina Minge, Camilla Küver, Franziska Kett – Elisa Senß, Sjoeke Nüsken – Jule Brand, Cora Zicai, Klara Bühl – Melissa Kössler.
Diese Formation entspricht der erfolgreichen Startaufstellung gegen Australien und ist deshalb eine naheliegende Option für das Japan-Spiel. Die endgültige Entscheidung trifft Wück jedoch erst am Spieltag.
Insbesondere in der Offensive sind Veränderungen denkbar. Linda Dallmann, Laura Freigang und Nicole Anyomi könnten zusätzliche Impulse bringen. Auch Lisa Baum, die gegen Australien ihr Debüt feierte, darf auf weitere Einsatzminuten hoffen.
Im Tor bleibt abzuwarten, ob Wück erneut Ena Mahmutovic das Vertrauen schenkt oder mit Stina Johannes beziehungsweise Laura-Johanna Dick eine andere Torhüterin testet.
DFB-Frauen: Aktueller Kader gegen Japan
Der aktuelle Kader der DFB-Frauen gegen Japan:
| Position | Spielerinnen (Verein) |
|---|---|
| Tor: | Laura-Johanna Dick (TSG Hoffenheim), Stina Johannes (VfL Wolfsburg), Ena Mahmutovic (FC Bayern München) |
| Abwehr: | Franziska Kett (FC Bayern München), Sophia Kleinherne (VfL Wolfsburg), Camilla Küver (VfL Wolfsburg), Sarai Linder (VfL Wolfsburg), Janina Minge (VfL Wolfsburg), Marie Müller (Portland Thorns FC), Carlotta Wamser (Manchester City), Luzie Zähringer (VfB Stuttgart) |
| Mittelfeld/Angriff: | Nicole Anyomi (London City Lionesses), Lisa Baum (FC Arsenal), Jule Brand (Olympique Lyon), Klara Bühl (FC Bayern München), Linda Dallmann (FC Bayern München), Laura Freigang (Eintracht Frankfurt), Melissa Kössler (Denver Summit FC), Shekiera Martinez (Tottenham Hotspur), Sjoeke Nüsken (FC Chelsea), Elisa Senß (Real Madrid), Cora Zicai (VfL Wolfsburg) |
Für die beiden Länderspiele gegen Australien und Japan hatte Bundestrainer Christian Wück ursprünglich 24 Spielerinnen nominiert. Allerdings musste das Aufgebot aufgrund mehrerer Verletzungen und Erkrankungen verändert werden.
Unter anderem fallen Kapitänin Giulia Gwinn, Vivien Endemann, Lea Schüller, Selina Cerci, Larissa Mühlhaus und Bibiane Schulze Solano aus. Dafür rückten Sarai Linder, Nicole Anyomi, Luzie Zähringer und Shekiera Martinez nach.
Der aktuelle Kader umfasst eine Mischung aus international erfahrenen Spielerinnen und jungen Talenten. Besonders die Rückkehr von Cora Zicai sowie die erstmalige Berufung von Lisa Baum sorgen für zusätzliche Optionen.
Welche Spielerinnen fehlen gegen Japan?
Besonders schwer wiegt der Ausfall von Kapitänin Giulia Gwinn. Die Außenverteidigerin des FC Bayern München gehört zu den wichtigsten Führungsspielerinnen der deutschen Auswahl. Ihre Abwesenheit eröffnet anderen Spielerinnen die Möglichkeit, sich auf internationalem Niveau zu beweisen.
Auch im Angriff fehlen mehrere Alternativen. Lea Schüller musste aufgrund eines Infekts vorzeitig abreisen. Für sie wurde Shekiera Martinez von Tottenham Hotspur nachnominiert.
Vivien Endemann musste wegen Wadenproblemen passen. Selina Cerci, Larissa Mühlhaus und Bibiane Schulze Solano stehen ebenfalls nicht zur Verfügung.
Darüber hinaus verzichtet Deutschland auf die erfahrene Torhüterin Ann-Katrin Berger. Ihre Abwesenheit ermöglicht den jüngeren Torhüterinnen, weitere internationale Erfahrungen zu sammeln.
Melissa Kössler empfiehlt sich für die Startelf
Eine der Gewinnerinnen des ersten Oktober-Länderspiels ist Melissa Kössler. Die Angreiferin von Denver Summit FC erzielte beim 4:2 gegen Australien ihre ersten beiden Länderspieltore und empfahl sich damit eindrucksvoll für weitere Einsätze.
Besonders ihre Präsenz im Strafraum, ihre körperliche Durchsetzungsfähigkeit und ihr Torabschluss machen Kössler zu einer interessanten Option für das deutsche Sturmzentrum.
Da mit Lea Schüller eine etablierte Torjägerin fehlt, könnte Kössler auch gegen Japan von Beginn an spielen.
Neben ihr stehen mit Nicole Anyomi und Shekiera Martinez weitere Angreiferinnen zur Verfügung. Der Konkurrenzkampf um die Position im Sturmzentrum dürfte deshalb auch über das Japan-Spiel hinaus eine wichtige Rolle spielen.
Welches Trikot tragen die DFB-Frauen gegen Japan?
Erstmals spielen auch die DFB-Frauen im dunklen Abschiedstrikot von Adidas. Das Auftaktspiel hatte das Team von Bundestrainer Christian Wück noch im klassischen weißen Heimtrikot, das die Auswahl meistens vor heimischer Kulisse trägt, bestritten.
Japan spielt traditionell in blauen Heimtrikots (Samurai Blue).
Deutschland gegen Japan: Wück erwartet einen starken Gegner
Mit Japan wartet auf die DFB-Frauen ein Gegner, der sich durch technisch anspruchsvollen Fußball, präzises Passspiel und hohe taktische Disziplin auszeichnet.
Die japanische Auswahl gewann 2026 die Asienmeisterschaft und gehört zu den stärksten Teams außerhalb Europas.
Bundestrainer Christian Wück warnte vor dem Länderspiel ausdrücklich vor der Qualität des Gegners. Japan sei besonders im Ballbesitz stark und stelle die deutsche Defensive vor andere Herausforderungen als Australien.
Für Deutschland wird entscheidend sein, das japanische Kombinationsspiel frühzeitig zu unterbrechen und nach Ballgewinnen schnell umzuschalten.
Mit Klara Bühl, Jule Brand und Cora Zicai verfügt die deutsche Offensive über Spielerinnen, die mit Tempo und Dribblings gefährliche Situationen schaffen können.
DFB-Frauen bereiten sich auf die WM 2027 vor
Das Länderspiel gegen Japan ist Teil der langfristigen Vorbereitung auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien.
Deutschland hat sich bereits für das Turnier qualifiziert. Deshalb kann Bundestrainer Christian Wück die verbleibenden Länderspiele nutzen, um unterschiedliche taktische Systeme und personelle Kombinationen zu testen.
Der 4:2-Sieg gegen Australien zeigte bereits, welches Potenzial in der deutschen Auswahl steckt. Allerdings offenbarte die Begegnung auch Schwächen im Defensivverhalten.
Gegen Japan dürfte insbesondere die Arbeit gegen den Ball eine größere Rolle spielen. Die technisch starken Japanerinnen können auch unter Druck Lösungen finden und verfügen über die Qualität, defensive Fehler konsequent auszunutzen.
Gleichzeitig soll das deutsche Team seine eigenen Stärken weiterentwickeln. Dazu gehören ein hohes Angriffstempo, aggressives Pressing und die individuelle Qualität auf den Außenbahnen.
Deutschland gegen Japan: Bilanz und bisherige Duelle
Deutschland und Japan gehören seit vielen Jahren zu den etablierten Nationen im internationalen Frauenfußball. Beide Teams standen sich bereits bei Weltmeisterschaften, Olympischen Spielen und Freundschaftsspielen gegenüber.
Besonders in Erinnerung geblieben ist das Viertelfinale der Frauen-WM 2011 in Deutschland. Damals setzte sich Japan überraschend mit 1:0 nach Verlängerung durch und beendete damit die deutschen Titelhoffnungen. Anschließend gewann Japan erstmals die Weltmeisterschaft.
Auch deshalb besitzen Begegnungen zwischen beiden Teams eine besondere sportliche Bedeutung.
Das aktuelle Duell bietet Deutschland die Gelegenheit, sich mit einem der technisch stärksten Teams der Welt zu messen und wichtige Erkenntnisse für die WM 2027 zu gewinnen.
Wer überträgt Deutschland gegen Japan im TV?
Das Länderspiel zwischen Deutschland und Japan wird am Dienstag, 13. Oktober 2026, um 17:45 Uhr angepfiffen. Die ARD überträgt die Begegnung live im Free-TV. Zusätzlich können Fußballfans das Spiel im Livestream der Sportschau verfolgen. Die Übertragung startet um 17:35 Uhr. Kommentiert wird das Spiel von Stephanie Baczyk, die Sendung moderiert Claus Lufen. Als Expertin steht die ehemalige Nationaltorhüterin Almuth Schult zur Verfügung.
Austragungsort ist das Weserstadion in Bremen. Dort hatten die DFB-Frauen bereits im Mai 2025 beim 4:0 gegen die Niederlande für Begeisterung gesorgt.
Für die Begegnung gegen Japan werden mehr als 25.000 Zuschauer erwartet.
Wer pfeift Deutschland gegen Japan?
Die norwegische FIFA-Schiedsrichterin Karoline Marie Jensen leitet das Länderspiel im Bremer Weserstadion. Unterstützt wird sie von ihren Landsfrauen Monica Brun Lökkeberg und Helle Reiten an den Seitenlinien. Als Vierte Offizielle ist Henrikke Hólm Nervik im Einsatz.
Fazit: Spannender Konkurrenzkampf im DFB-Team
Das Länderspiel gegen Japan ist für die DFB-Frauen mehr als ein gewöhnliches Freundschaftsspiel. Bundestrainer Christian Wück kann wichtige Erkenntnisse über die Leistungsfähigkeit seiner Spielerinnen gewinnen und gleichzeitig die Entwicklung seines Teams vorantreiben.
Besonders interessant wird die Besetzung der Offensive. Melissa Kössler hat sich mit ihrem Doppelpack gegen Australien für einen weiteren Startelfeinsatz empfohlen. Gleichzeitig drängen junge Spielerinnen wie Lisa Baum und Cora Zicai auf mehr Spielzeit.
Mit Japan wartet ein Gegner, der Deutschland sowohl technisch als auch taktisch fordern wird. Das Ergebnis ist dabei wichtig, im Mittelpunkt steht jedoch die Weiterentwicklung der deutschen Auswahl auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2027.
