Sehr wahrscheinlich lautet das erste WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft in der Finalrunde der Fußball-WM 2026 Deutschland gegen Paraguay. Nach dem Gruppensieg in Gruppe E trifft das DFB-Team im Sechzehntelfinale auf den Dritten aus Gruppe D. Gespielt wird gegen Paraguay am Montag, 29. Juni 2026, in Foxborough bei Boston. Anstoß ist um 22.30 Uhr deutscher Zeit. Live übertragen wird die Partie im ZDF und bei MagentaTV.


Für Deutschland beginnt damit die heiße Phase des Turniers. Nach dem 7:1 gegen Curaçao, dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste und dem 1:2 gegen Ecuador geht die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann als Gruppensieger in die Finale. Die Niederlage gegen die Südamerikaner hatte tabellarisch keine Folgen mehr, lieferte aber mehrere Warnsignale.
Deutschland gegen Paraguay: Die Ausgangslage vor dem Sechzehntelfinale
Deutschland hat sein erstes Ziel bei der WM 2026 erreicht: Die DFB-Auswahl steht als Gruppensieger im Sechzehntelfinale. Nach zwei Siegen war das Weiterkommen bereits vor dem letzten Vorrundenspiel gesichert. Die Niederlage gegen Ecuador zeigte aber, dass die Mannschaft in der Finalerunde stabiler auftreten muss.
Bundestrainer Julian Nagelsmann ordnete den Dämpfer nach dem Ecuador-Spiel klar ein. „Es ist wichtig, daraus die Lehren zu ziehen“, sagte er. Vor allem Ballverluste, fehlende Kontrolle nach der frühen Führung und Probleme gegen körperlich intensive Gegner waren Themen, die Deutschland vor dem WM-Spiel gegen Paraguay beschäftigen.
Auch DFB-Kapitän Joshua Kimmich fand nach dem 1:2 deutliche Worte: „Wir laden den Gegner ein und machen ihn stark.“ Genau das darf gegen Paraguay nicht passieren. Die Südamerikaner sind robust, zweikampfstark und leben davon, Spiele über Intensität, Geduld und Widerstandskraft offen zu halten.
Nagelsmann forderte deshalb den sofortigen Fokus auf Montag: „Wir müssen es rechtzeitig abhaken und am Montag alles reinlegen.“ Das Sechzehntelfinale ist das erste Alles-oder-nichts-Spiel dieser WM. Ab jetzt zählt kein Tabellenstand mehr, sondern nur noch das Weiterkommen.
Der Gegner: Paraguay als unangenehme Aufgabe
Paraguay ist ein Gegner, der nicht über großen Glanz kommt, sondern über Mentalität, Kompaktheit und Widerstandskraft. Die Mannschaft von Trainer Gustavo Alfaro startete mit einer 1:4-Niederlage gegen Gastgeber USA in das Turnier, meldete sich anschließend aber mit einem 1:0 gegen die Türkei zurück und holte zum Abschluss ein 0:0 gegen Australien.
Besonders der Sieg gegen die Türkei zeigte, was Paraguay auszeichnet. Matías Galarza traf bereits nach 64 Sekunden, danach verteidigte Paraguay den Vorsprung trotz Unterzahl und großem Druck des Gegners. Galarza sprach anschließend von der Qualität und dem Kampfgeist seiner Mannschaft. Genau diese Mischung macht Paraguay gefährlich.
Trainer Gustavo Alfaro hat seiner Mannschaft eine klare Identität gegeben. Paraguay verteidigt tief, arbeitet konsequent gegen den Ball und versucht, über schnelle Umschaltmomente oder Standards gefährlich zu werden. Alfaro beschrieb sein Team während der WM als Mannschaft, die „from adversity“ geboren sei – also aus Widerständen gewachsen ist. Dieser Satz passt gut zu einem Team, das Rückschläge nicht als Ausrede nutzt, sondern als Energiequelle.
Paraguays Schlüsselspieler: Enciso, Almirón, Gómez und Gómez
Im Mittelpunkt des paraguayischen Spiels stehen mehrere Spieler mit internationaler Erfahrung. Kapitän Gustavo Gómez ist der Fixpunkt der Defensive. Der Innenverteidiger bringt Führungsstärke, Kopfballstärke und viel internationale Routine mit. Neben ihm sind Omar Alderete, Junior Alonso, Fabián Balbuena und Gustavo Velázquez wichtige Optionen für die Abwehr.
Im Mittelfeld ist Diego Gómez einer der interessantesten Spieler. Er verbindet Dynamik mit Zweikampfstärke und kann das Spiel nach Ballgewinnen schnell vertikal machen. Dazu kommen Andrés Cubas, Matías Galarza, Damián Bobadilla und Ramón Sosa.
Offensiv stehen vor allem Julio Enciso, Miguel Almirón und Antonio Sanabria im Fokus. Enciso ist Paraguays kreativster Angreifer, stark im Dribbling und bei Standards gefährlich. Almirón bringt Tempo und internationale Erfahrung mit, während Sanabria als klassischer Mittelstürmer für Präsenz im Strafraum sorgt. Auch Gabriel Ávalos und Isidro Pitta sind Optionen für die Sturmspitze.
Aufstellung Deutschland gegen Paraguay
Die offizielle Aufstellung für Deutschland gegen Paraguay wird erst am Spieltag rund eine Stunde vor Anpfiff veröffentlicht. Nach der Niederlage gegen Ecuador sind kleinere Anpassungen möglich. Eine komplette Rotation ist aber nicht zu erwarten.
Voraussichtliche Aufstellung Deutschland: Neuer – Kimmich, Tah, Rüdiger, Brown – Nmecha, Pavlovic – Sané, Musiala, Wirtz – Havertz.
Mögliche Alternativen: David Raum ist eine Option auf der linken Abwehrseite, falls Nathaniel Brown nicht von Beginn an spielt. Malick Thiaw und Waldemar Anton stehen als Alternativen in der Innenverteidigung bereit. Im Mittelfeld könnten Angelo Stiller, Leon Goretzka oder Pascal Groß eine Rolle spielen. Offensiv drängt Deniz Undav nach starken Joker-Auftritten weiter in Richtung Startelf.
Besonders spannend ist die Frage, ob Nagelsmann an Kai Havertz als zentralem Angreifer festhält oder Deniz Undav erstmals von Beginn an bringt. Undav war in der Gruppenphase einer der auffälligsten deutschen Spieler. Nach seinem Doppelpack gegen die Elfenbeinküste sagte er: „Ich genieße es, ich nehme es mit.“ Nagelsmann nannte ihn sogar einen „Vollblutstürmer“.
Gleichzeitig spricht vieles dafür, dass Undav erneut als Joker eingeplant wird. Genau diese Rolle hat er bislang hervorragend ausgefüllt. Gegen Paraguay könnte seine Strafraumpräsenz aber besonders wichtig werden, wenn Deutschland lange gegen einen tief stehenden Gegner anlaufen muss.
Aufstellung Paraguay gegen Deutschland
Auch Paraguay wird seine Startelf erst kurz vor Spielbeginn offiziell bekanntgeben. Nach dem 0:0 gegen Australien dürfte Miguel Almirón nach seiner Sperre wieder eine Option sein. Julio Enciso bleibt im Angriff einer der wichtigsten Spieler.
Mögliche Aufstellung Paraguay: Gill – Velázquez, Gustavo Gómez, Alderete, Cáceres – Cubas, Diego Gómez – Almirón, Galarza, Enciso – Sanabria.
Weitere Optionen: Junior Alonso, Fabián Balbuena, Alexandro Maidana, Ramón Sosa, Gabriel Ávalos, Isidro Pitta und Antonio Sanabria können je nach taktischer Ausrichtung ebenfalls in die Startelf rücken. Alfaro könnte gegen Deutschland auch defensiver beginnen und seine schnellen Spieler für Umschaltmomente einsetzen.
Der deutsche Kader im Sechzehntelfinale
Bundestrainer Julian Nagelsmann verfügt im Sechzehntelfinale über einen breiten Kader, muss aber personelle Rückschläge auffangen. Lennart Karl verpasste die WM verletzungsbedingt, für ihn wurde Assan Ouédraogo nachnominiert. Nico Schlotterbeck fällt nach seiner Verletzung gegen die Elfenbeinküste sportlich aus, bleibt aber Teil des Kaders.
- Tor: Manuel Neuer, Oliver Baumann, Alexander Nübel
- Abwehr: Waldemar Anton, Nathaniel Brown, David Raum, Antonio Rüdiger,
Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, Malick Thiaw - Mittelfeld: Nadiem Amiri, Leon Goretzka, Pascal Groß, Joshua Kimmich, Felix Nmecha, Aleksandar Pavlovic, Angelo Stiller
- Angriff: Maximilian Beier, Kai Havertz, Jamie Leweling, Jamal Musiala, Assan Ouédraogo, Leroy Sané, Deniz Undav, Florian Wirtz, Nick Woltemade
Für die Startelf stellt sich vor allem die Frage nach Balance und Körperlichkeit. Gegen Ecuador fehlte Deutschland nach dem frühen 1:0 zeitweise die Kontrolle. Gegen Paraguay wird genau diese Kontrolle entscheidend sein. Die DFB-Elf muss Ballverluste im Zentrum vermeiden, den Gegner früh in dessen Hälfte festhalten und Konter konsequent absichern.
TV-Übertragung: Wo läuft Deutschland gegen Paraguay live?
Das WM-Sechzehntelfinale Deutschland gegen Paraguay läuft am Montag, 29. Juni 2026, live im ZDF und bei MagentaTV. Anstoß ist um 22.30 Uhr MESZ. Die Vorberichte im ZDF beginnen voraussichtlich bereits vor dem Spiel. Zusätzlich ist die Partie im Livestream über die ZDF-Mediathek und bei MagentaTV zu sehen.
Deutschland gegen Paraguay live im Überblick:
- Spiel: Deutschland gegen Paraguay
- Wettbewerb: Fußball-WM 2026
- Runde: Sechzehntelfinale
- Datum: Montag, 29. Juni 2026
- Anstoß: 22.30 Uhr MESZ
- Ort: Foxborough Stadium, Foxborough bei Boston
- TV: ZDF und MagentaTV
- Livestream: ZDF-Mediathek und MagentaTV
- Bundestrainer: Julian Nagelsmann
- Trainer Paraguay: Gustavo Alfaro
Für deutsche Fans ist die Partie damit frei empfangbar. MagentaTV zeigt darüber hinaus alle Spiele der WM 2026 live.
Bilanz Deutschland gegen Paraguay
Deutschland und Paraguay standen sich bei Weltmeisterschaften bereits in einem besonders wichtigen Spiel gegenüber. Bei der WM 2002 trafen beide Teams im Achtelfinale aufeinander. Deutschland gewann damals mit 1:0, Oliver Neuville erzielte kurz vor Schluss den entscheidenden Treffer. Anschließend zog die DFB-Auswahl bis ins Finale ein, verlor dort aber gegen Brasilien.
Auch 2026 ist Deutschland gegen Paraguay wieder ein Spiel in der Finalrunde. Die Rollen sind ähnlich verteilt: Deutschland geht als Favorit in die Partie, Paraguay will über Organisation, Zweikampfstärke und Widerstandskraft den großen Gegner ärgern. Gerade deshalb ist Geduld gefragt. Ein frühes deutsches Tor würde das Spiel öffnen. Je länger es 0:0 steht, desto unangenehmer kann Paraguay werden.
Worauf Deutschland achten muss
Der Schlüssel für Deutschland liegt in der Spielkontrolle. Paraguay wird kaum dauerhaft hoch pressen, sondern Phasen wählen, in denen das Team aggressiv in die Zweikämpfe geht. Die DFB-Elf muss den Ball schnell genug laufen lassen, um nicht immer wieder in direkte Duelle gezwungen zu werden.
Wichtig wird auch die Absicherung nach eigenen Angriffen. Paraguay ist nicht die offensivstärkste Mannschaft des Turniers, kann aber mit Enciso, Almirón oder Sanabria in wenigen Aktionen gefährlich werden. Standardsituationen sind ein weiterer Faktor. Mit Gustavo Gómez und mehreren kopfballstarken Spielern hat Paraguay bei ruhenden Bällen klare Waffen.
Offensiv braucht Deutschland mehr Zielstrebigkeit als gegen Ecuador. Musiala und Wirtz müssen zwischen den Linien Räume finden, Sané kann mit Tempo auf der rechten Seite wichtig werden. Havertz bietet Verbindungsspiel und Strafraumläufe, Undav ist als direkter Abschlussspieler eine wertvolle Alternative. Gerade in einem engen Spiel kann ein Spieler mit seiner Effizienz den Unterschied machen.
Fazit: Deutschland ist Favorit, Paraguay aber ein gefährlicher Gegner
Deutschland gegen Paraguay ist ein klassisches Finalrundenspiel mit klarer Favoritenrolle für die DFB-Auswahl, aber auch mit einigen Risiken. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann hat die Gruppenphase als Erster abgeschlossen, muss nach der Niederlage gegen Ecuador aber eine Reaktion zeigen. Paraguay kommt über Kampf, defensive Stabilität und Umschaltmomente.
Für Deutschland geht es in Foxborough darum, die Kontrolle zurückzugewinnen, unnötige Ballverluste zu vermeiden und vor dem Tor konsequent zu sein. Die individuelle Qualität spricht klar für das DFB-Team. Doch Paraguay ist genau der Gegner, der ein Spiel lange offenhalten und mit Mentalität unangenehm machen kann.
Wenn Deutschland seine spielerische Qualität mit Geduld, Klarheit und defensiver Absicherung verbindet, ist der Einzug ins Achtelfinale realistisch. Das Sechzehntelfinale gegen Paraguay wird damit zum ersten echten Charaktertest dieser Finalrunden-Phase.