WM 2026 Viertelfinale: Spielplan, Termine und Statistiken

Das Viertelfinale bei der Fußball-WM 2026 ist die Runde der letzten acht Mannschaften bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA. Nach Gruppenphase, Sechzehntelfinale und Achtelfinale bleiben nur noch acht Teams im Turnier. Ab jetzt geht es endgültig um den direkten Weg ins Halbfinale – und damit um die Chance, den WM-Titel 2026 zu gewinnen.

Bei der Weltmeisterschaft 2026 ist das Viertelfinale besonders spannend, weil der Weg dorthin länger ist als bei früheren Turnieren. Durch die Erweiterung auf 48 Mannschaften gibt es erstmals ein Sechzehntelfinale als zusätzliche Finalrunde. Wer im Viertelfinale steht, hat also nicht nur die Gruppenphase überstanden, sondern bereits zwei Ausscheidungsspiele erfolgreich gemeistert.

Wann findet das WM 2026 Viertelfinale statt?

Das Viertelfinale der WM 2026 wird vom 9. Juli bis 11. Juli 2026 ausgetragen. Insgesamt stehen vier Spiele auf dem Programm. Die Sieger dieser Partien ziehen ins Halbfinale ein. Die FIFA führt die Viertelfinalspiele als Spiele 97 bis 100 im offiziellen Turnierplan.

Die Spiele finden in vier verschiedenen Städten statt: Boston, Los Angeles, Miami und Kansas City. Damit wird das Viertelfinale komplett in den USA ausgetragen. Für die WM-Teams bedeutet das kurze Regenerationszeiten, unterschiedliche klimatische Bedingungen und teilweise weite Reiserouten zwischen den Finalrunden.

Spielplan des WM 2026 Viertelfinals

DatumUhrzeitOrtSpielpaarung
09.07.202616:00BostonFrankreichMarokko
10.07.202612:00Los AngelesSpanienBelgien
11.07.202617:00MiamiNorwegenEngland
11.07.202620:00Kansas CityArgentinienSchweiz
Hinweis: Als Uhrzeit ist die Ortszeit angegeben

Die Ansetzungen ergeben sich aus den Siegern der Achtelfinalspiele. Frankreich und Marokko eröffnen das Viertelfinale in Boston, Spanien und Belgien spielen in Los Angeles. Am 11. Juli folgen Norwegen gegen England in Miami sowie Argentinien gegen die Schweiz in Kansas City. Die Ortszeiten sind jeweils die lokalen Anstoßzeiten am Spielort.

Was ist das Besondere am WM 2026 Viertelfinale?

Das WM 2026 Viertelfinale ist sportlich besonders reizvoll, weil es eine ungewöhnliche Mischung aus etablierten Fußballmächten, europäischen Topteams, einem afrikanischen Halbfinal-Anwärter und zwei großen Turniergeschichten bietet.

Von den acht Viertelfinalisten kommen sechs Teams aus der UEFA: Frankreich, Spanien, Belgien, Norwegen, England und die Schweiz. Dazu kommen Marokko aus der afrikanischen Konföderation CAF und Titelverteidiger Argentinien aus der südamerikanischen CONMEBOL. Damit ist Europa im Viertelfinale deutlich am stärksten vertreten, während Marokko erneut die große afrikanische Hoffnung ist und Argentinien als letzter südamerikanischer Vertreter den Titel verteidigen will.

Auffällig ist vor allem der neue Charakter dieser Runde. Weil bei der WM 2026 erstmals ein Sechzehntelfinale vorgeschaltet wurde, haben alle Viertelfinalisten bereits zwei Spiele in der Finalrunde überstanden. Das macht den Weg in die Runde der letzten acht anspruchsvoller als bei früheren Weltmeisterschaften. Teams wie Frankreich, Spanien und England bestätigen ihre Favoritenrolle, während Norwegen und die Schweiz besondere Turniergeschichten schreiben. Norwegen steht nach dem Sieg gegen Brasilien vor der Chance auf das erste WM-Halbfinale der eigenen Geschichte, die Schweiz erreichte nach dem Elfmeterschießen gegen Kolumbien erstmals seit 1954 wieder ein WM-Viertelfinale.

Die Viertelfinalisten und ihr Weg dorthin

TeamVerbandWeg ins Viertelfinale
FrankreichUEFAGruppensiege gegen Senegal, Irak und Norwegen, danach 3:0 gegen Schweden im Sechzehntelfinale und 1:0 gegen Paraguay im Achtelfinale
MarokkoCAFUngeschlagen durch die Gruppe mit Brasilien, Schottland und Haiti, danach Sieg gegen die Niederlande im Sechzehntelfinale und 3:0 gegen Kanada im Achtelfinale
SpanienUEFAGruppensieger nach Remis gegen Kap Verde sowie Siegen gegen Saudi-Arabien und Uruguay, danach 3:0 gegen Österreich und 1:0 gegen Portugal
BelgienUEFASchwierige Gruppenphase mit zwei Remis und einem klaren Sieg gegen Neuseeland, danach 3:2 nach Verlängerung gegen Senegal und 4:1 gegen die USA
NorwegenUEFAZwei Siege in der Gruppe, Niederlage gegen Frankreich, danach 2:1 gegen die Elfenbeinküste und überraschend 2:1 gegen Brasilien
EnglandUEFAGruppensieger mit Siegen gegen Kroatien und Panama sowie Remis gegen Ghana, danach 2:1 gegen Kongo und 3:2 gegen Mexiko
ArgentinienCONMEBOLDrei Gruppensiege in Gruppe J, danach ein dramatisches 3:2 nach Verlängerung gegen Kap Verde und ein spätes 3:2-Comeback gegen Ägypten
SchweizUEFAUngeschlagen durch Gruppe B, danach 2:0 gegen Algerien und 0:0, 4:3 im Elfmeterschießen gegen Kolumbien

Frankreich im Viertelfinale

Frankreich reist als eines der formstärksten Teams ins Viertelfinale. Die Mannschaft von Didier Deschamps gewann alle bisherigen WM-Spiele und musste im Achtelfinale gegen Paraguay erstmals richtig Geduld beweisen. Entscheidend bleibt Kylian Mbappé, der mit seinem Treffer gegen Paraguay bereits sein siebtes Turniertor erzielte. Dazu sorgen Ousmane Dembélé, Michael Olise und Bradley Barcola für Tempo und Tiefe im Angriff. Gegen Marokko wird aber auch die Balance wichtig, weil Frankreich voraussichtlich auf Aurélien Tchouaméni verzichten muss.

Marokko im Viertelfinale

Marokko ist nicht mehr nur Außenseiter, sondern ein echter Halbfinal-Kandidat. Die Mannschaft von Mohamed Ouahbi kam ungeschlagen durch eine schwere Gruppe mit Brasilien, Schottland und Haiti und gewann anschließend im Achtelfinale klar mit 3:0 gegen Kanada. Azzedine Ounahi war dort mit zwei Toren der entscheidende Mann, während Achraf Hakimi als Führungsspieler auf der rechten Seite wichtig bleibt. Defensiv rückt zudem Issa Diop in den Fokus, weil er gegen Mbappé und die französische Offensive besonders gefordert sein wird. Fraglich ist, wie schwer der Ausfall von Ismael Saibari wiegt, der gegen Kanada früh verletzt ausgewechselt wurde.

Spanien im Viertelfinale

Spanien steht im Viertelfinale für Kontrolle, Technik und Geduld. Das Team von Luis de la Fuente steigerte sich nach dem torlosen Auftakt gegen Kap Verde deutlich, gewann gegen Saudi-Arabien und Uruguay und setzte sich in der K.-o.-Phase gegen Österreich und Portugal durch. Der späte Siegtreffer von Mikel Merino gegen Portugal war ein typisches Beispiel für Spaniens Fähigkeit, enge Spiele bis zum Schluss zu kontrollieren. Besonders wichtig ist außerdem Lamine Yamal, den de la Fuente nach dem Achtelfinale ausdrücklich für seine Kreativität, Arbeitsmoral und Wirkung auf das Spiel lobte.

Belgien im Viertelfinale

Belgien kommt mit viel Rückenwind aus dem Achtelfinale. Nach einer wechselhaften Gruppenphase und einem schwierigen 3:2 nach Verlängerung gegen Senegal wirkte das 4:1 gegen die USA wie ein Befreiungsschlag. Trainer Rudi Garcia traf mutige personelle Entscheidungen, setzte unter anderem auf eine veränderte Offensive und wurde durch die starke Leistung von Charles De Ketelaere belohnt, der gegen die USA doppelt traf. Dazu bleibt Youri Tielemans als Kapitän und Taktgeber im Zentrum wichtig. Gegen Spanien wird entscheidend, ob Belgien erneut so aggressiv und kompakt auftreten kann.

Norwegen im Viertelfinale

Norwegen ist die große Überraschung des Viertelfinals. Die Mannschaft von Ståle Solbakken besiegte in der Gruppenphase Irak und Senegal, verlor zwar deutlich gegen Frankreich, fand danach aber wieder in die Spur. Nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste folgte im Achtelfinale der große Coup gegen Brasilien. Im Mittelpunkt steht natürlich Erling Haaland, der gegen Brasilien doppelt traf und das Turnier der Norweger prägt. Ebenso wichtig ist Martin Ødegaard als Spielgestalter zwischen Mittelfeld und Angriff. Gegen England wird Norwegen versuchen, aus kompakter Ordnung schnell in die Tiefe zu kommen.

England im Viertelfinale

England hat unter Thomas Tuchel bislang vor allem durch Widerstandsfähigkeit überzeugt. Die Three Lions gewannen ihre Gruppe, setzten sich im Sechzehntelfinale gegen DR Kongo durch und überstanden im Achtelfinale ein wildes 3:2 gegen Gastgeber Mexiko. Harry Kane bleibt als Kapitän und Strafraumspieler der zentrale Fixpunkt, während Jude Bellingham mit seinen Toren gegen Mexiko zum entscheidenden Spieler wurde. Auch Bukayo Saka gehört zu den Spielern, die mit Tempo und Eins-gegen-eins-Stärke den Unterschied machen können. Gegen Norwegen wird vor allem das Duell Kane/Bellingham gegen Haaland/Ødegaard im Fokus stehen.

Argentinien im Viertelfinale

Argentinien geht als Titelverteidiger ins Viertelfinale, hatte in der K.-o.-Phase aber bereits zwei extreme Prüfungen zu bestehen. Gegen Kap Verde rettete sich die Mannschaft von Lionel Scaloni erst nach Verlängerung weiter, gegen Ägypten lag sie im Achtelfinale bis kurz vor Schluss mit 0:2 zurück. Dann drehten Cristian Romero, Lionel Messi und Enzo Fernández das Spiel noch zum 3:2. Messi bleibt trotz seines Alters der emotionale und spielerische Mittelpunkt, während Enzo Fernández und Lautaro Martínez wichtige Rollen in der Offensive und im Umschaltspiel einnehmen.

Schweiz im Viertelfinale

Die Schweiz ist der vielleicht disziplinierteste Viertelfinalist. Das Team von Murat Yakin blieb in der Gruppe ungeschlagen, gewann im Sechzehntelfinale gegen Algerien und setzte sich im Achtelfinale nach 120 torlosen Minuten im Elfmeterschießen gegen Kolumbien durch. Gregor Kobel wurde mit wichtigen Paraden und einem starken Auftritt im Elfmeterschießen zum entscheidenden Mann. Dazu geben Granit Xhaka im Mittelfeld und Manuel Akanji in der Defensive der Mannschaft Struktur und Erfahrung. Gegen Argentinien wird die Schweiz vor allem auf Kompaktheit, Geduld und Standardsituationen setzen.

Statistiken vor dem WM 2026 Viertelfinale

Vor dem WM 2026 Viertelfinale zeigen die Statistiken ein klares Bild: Frankreich und Argentinien haben bisher die meisten Tore erzielt, Spanien stellt die beste Defensive des Turniers und die großen Offensivstars Lionel Messi, Kylian Mbappé, Erling Haaland und Harry Kane prägen die Spieler-Rankings. Die folgenden Werte beziehen sich auf alle bisherigen Spiele der Viertelfinalisten bis einschließlich Achtelfinale. Als Grundlage dienen die bisherigen WM-Ergebnisse und die aktuellen Spielerstatistiken vor den Viertelfinalspielen.

Teamstatistiken der Viertelfinalisten

PlatzTeamSPSUNTG+/-0
1Frankreich5500142+123
2Argentinien5500145+92
3Spanien541090+95
4Belgien5320135+81
5Marokko5320104+62
6England5410115+62
7Schweiz532093+62
8Norwegen5401129+30
Legende: SP: Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen, T = Tore, G = Gegentore, +/- = Tordifferenz, 0 = Zu-Null-Spiele

Die stärksten Offensivwerte liefern Frankreich und Argentinien mit jeweils 14 Treffern. Frankreich erzielte in der Gruppenphase unter anderem Siege gegen Senegal, Irak und Norwegen und gewann anschließend gegen Schweden und Paraguay. Argentinien kam mit drei Gruppensiegen sowie Erfolgen gegen Kap Verde und Ägypten ins Viertelfinale.

Die beste Defensive stellt klar Spanien. Die Spanier kassierten in fünf Spielen noch kein Gegentor und blieben damit in jedem bisherigen WM-Spiel ohne Gegentreffer. Nach dem 0:0 gegen Kap Verde folgten Siege gegen Saudi-Arabien, Uruguay, Österreich und Portugal.

Besonders auffällig ist auch Belgien. Die Mannschaft startete mit zwei Remis gegen Ägypten und Iran, steigerte sich danach aber deutlich. Das 5:1 gegen Neuseeland, das 3:2 nach Verlängerung gegen Senegal und das 4:1 gegen die USA machen Belgien statistisch zu einer der formstärksten Offensivmannschaften vor dem Viertelfinale.

Beste Teamwerte im Überblick

StatistikBestes TeamWert
Meiste ToreFrankreich / Argentinien14
Wenigste GegentoreSpanien0
Beste TordifferenzFrankreich+12
Meiste Zu-null-SpieleSpanien5
Meiste SiegeFrankreich / Argentinien5
UngeschlagenFrankreich, Argentinien, Spanien, Belgien, Marokko, England, Schweizja
Höchste TorquoteFrankreich / Argentinien2,8 Tore pro Spiel

Damit gehen vor allem Frankreich, Argentinien und Spanien mit starken statistischen Argumenten in das Viertelfinale. Frankreich verbindet offensive Durchschlagskraft mit defensiver Stabilität. Argentinien hat die meisten Tore gemeinsam mit Frankreich erzielt, musste in der Finalrunde aber bereits zweimal ein 3:2 überstehen. Spanien überzeugt dagegen weniger durch Spektakel, sondern durch maximale Kontrolle und eine makellose Defensivbilanz.

Spielerstatistiken vor dem Viertelfinale

Bei den Spielern dominieren die großen Namen. Lionel Messi führt die Torjägerliste mit acht Treffern an. Dahinter folgen Kylian Mbappé und Erling Haaland mit jeweils sieben Toren sowie Harry Kane mit sechs Treffern. In der Assist-Wertung ist Michael Olise mit fünf Vorlagen der beste noch im Turnier vertretene Spieler. Die folgenden „Punkte“ entsprechen der klassischen Scorer-Wertung: Tore + Assists.

Top 10 Spieler der Viertelfinalisten nach Punkten

PlatzSpielerTeamSpieleToreAssistsPunkte
1Lionel MessiArgentinien5819
2Kylian MbappéFrankreich5729
3Erling HaalandNorwegen4707
4Harry KaneEngland5617
5Ousmane DembéléFrankreich5426
6Mikel OyarzabalSpanien5415
7Jude BellinghamEngland5415
8Johan ManzambiSchweiz4325
9Leandro TrossardBelgien5235
10Michael OliseFrankreich5055

Messi und Mbappé liegen in der Scorerwertung gleichauf, unterscheiden sich aber in ihrer Rolle. Messi ist mit acht Treffern der beste Torjäger des Turniers und bleibt der zentrale Spieler Argentiniens. Mbappé kombiniert sieben Tore mit zwei Vorlagen und ist damit für Frankreich nicht nur Abschlussspieler, sondern auch Vorbereiter. FOX Sports führt Messi mit acht Toren und einem Assist, Mbappé mit sieben Toren und zwei Assists sowie Haaland mit sieben Toren.

Haaland ist statistisch besonders effizient, weil er seine sieben Tore in nur vier Einsätzen erzielt hat. Auch Harry Kane bleibt mit sechs Toren und einem Assist einer der wichtigsten Spieler des Turniers. Der englische Kapitän hat damit vor dem Viertelfinale denselben Scorerwert wie Haaland, allerdings mit einem Spiel mehr.

Frankreich hat mit Mbappé, Dembélé und Olise gleich drei Spieler in den Top 10 der Viertelfinalisten. Das zeigt, wie breit die französische Offensive aufgestellt ist. Olise ist dabei der auffälligste Vorbereiter: fünf Assists, aber noch kein eigenes Tor. In einem möglichen engen Viertelfinale gegen Marokko kann genau diese Verbindung aus Tempo, Kreativität und Abschlussstärke entscheidend werden.

SpielerTeamAuffälliger Wert
Michael OliseFrankreich5 Assists – bester Vorlagengeber unter den Viertelfinalisten
Brahim DíazMarokko4 Assists – wichtigster Vorbereiter Marokkos
Martin ØdegaardNorwegen3 Assists – zentraler Spielmacher hinter Haaland
Bukayo SakaEngland3 Assists – wichtiger Flügelspieler für Kane und Bellingham
Andreas SchjelderupNorwegen3 Assists – zusätzliche Kreativität im norwegischen Angriff
Leandro TrossardBelgien2 Tore und 3 Assists – bester belgischer Scorer vor dem Viertelfinale
Ismael SaibariMarokko3 Tore – effektivster marokkanischer Torschütze vor dem Viertelfinale
Azzedine OunahiMarokkoDoppeltorschütze beim 3:0 gegen Kanada im Achtelfinale

Soeziell bei Marokko lohnt sich ein Blick über die reine Torjägerliste hinaus. Denn: Brahim Díaz ist mit vier Assists nach Frankreichs Olise einer der besten Vorlagengeber der WM 2026, während Azzedine Ounahi durch seinen Doppelpack beim 3:0 gegen Kanada zum entscheidenden Spieler im Achtelfinale wurde.

Statistische Einordnung vor den Viertelfinalspielen

Aus statistischer Sicht wirkt Frankreich vor dem Viertelfinale wie das kompletteste Team: beste Tordifferenz, 14 erzielte Tore, nur zwei Gegentreffer und mehrere herausragende Offensivspieler. Spanien ist dagegen die defensiv stabilste Mannschaft. Fünf Zu-null-Spiele in fünf Partien sind der beste Wert unter allen Viertelfinalisten und machen Spanien zu einem der schwersten Gegner des Turniers.

Argentinien lebt stark von Messi und der eigenen Comeback-Qualität. Der Titelverteidiger hat alle fünf Spiele gewonnen, musste in den K.-o.-Runden gegen Kap Verde und Ägypten aber jeweils drei Tore erzielen, um weiterzukommen. Norwegen hat mit Haaland den vielleicht gefährlichsten Mittelstürmer des Turniers, zeigt mit neun Gegentoren aber die schwächste Defensive der verbliebenen Teams.

Belgien kommt mit viel Offensivform ins Viertelfinale, England mit Kane und Bellingham als starkem Scorer-Duo. Marokko verbindet stabile Turnierstruktur mit individueller Kreativität über Brahim Díaz, Ounahi und Achraf Hakimi. Die Schweiz hat statistisch nicht die spektakulärsten Offensivwerte, aber eine der stabilsten Defensiven und mit Gregor Kobel einen Torhüter, der im Elfmeterschießen gegen Kolumbien zum Schlüsselspieler wurde.

Was ist das Viertelfinale bei der WM 2026?

Das Viertelfinale ist die Runde, in der aus acht Mannschaften vier Halbfinalisten werden. Gespielt wird im klassischen Ausscheidungsmodus. Es gibt kein Rückspiel. Steht es nach 90 Minuten unentschieden, folgt eine Verlängerung mit zweimal 15 Minuten. Gibt es danach noch immer keinen Sieger, entscheidet das Elfmeterschießen.

Für die Teams ist das Viertelfinale einer der wichtigsten Punkte des Turniers. Wer diese Runde erreicht, gehört bereits zu den besten acht Mannschaften der Weltmeisterschaft. Wer sie gewinnt, steht nur noch zwei Siege vom WM-Titel entfernt.

Warum ist das WM 2026 Viertelfinale besonders?

Das WM 2026 Viertelfinale ist besonders, weil die Mannschaften bis zu diesem Zeitpunkt eine deutlich höhere Belastung hinter sich haben als bei früheren Weltmeisterschaften. Der neue Modus mit 48 Teams sorgt dafür, dass der spätere Weltmeister in der Finalrunde fünf Spiele gewinnen muss: Sechzehntelfinale, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale.

Dadurch wird die Kaderbreite noch wichtiger. Mannschaften brauchen nicht nur eine starke Startelf, sondern auch Spieler, die von der Bank Impulse setzen können. Sperren, Verletzungen und Erschöpfung können im Viertelfinale eine entscheidende Rolle spielen. Gerade nach zwei K.-o.-Spielen in kurzer Zeit kommt es auf Regeneration, taktische Flexibilität und mentale Stärke an.

Frankreich gegen Marokko in Boston

Das erste Viertelfinale zwischen Frankreich und Marokko ist ein besonders reizvolles Duell. Beide Nationen standen sich bereits bei der WM 2022 in Katar in einem Finalrunden-Spiel gegenüber. Damals gewann Frankreich im Halbfinale gegen Marokko. Bei der WM 2026 kommt es nun erneut zu einem großen Duell auf der Weltbühne.

Frankreich gehört traditionell zu den stärksten Fußballnationen der Welt und verfügt über enorme individuelle Qualität. Marokko hat sich dagegen in den vergangenen Jahren als eine der stärksten Mannschaften Afrikas etabliert und bereits mehrfach gezeigt, dass es auch gegen Topnationen bestehen kann. Das Spiel in Boston verspricht deshalb viel Intensität, Tempo und taktische Disziplin.

Spanien gegen Belgien in Los Angeles

Im zweiten Viertelfinale trifft Spanien auf Belgien. Spanien steht für Ballbesitz, technische Qualität und eine klare Spielidee. Belgien bringt viel Erfahrung, physische Stärke und individuelle Klasse mit. Das Duell in Los Angeles kann zu einem taktisch sehr interessanten Spiel werden, weil beide Mannschaften unterschiedliche Ansätze verfolgen.

Für Spanien geht es darum, mit Kontrolle und Kombinationsspiel Räume zu finden. Belgien dürfte versuchen, über Umschaltmomente, Zweikämpfe und Tempo gefährlich zu werden. Gerade im Viertelfinale können solche Stilduelle den Ausschlag geben.

Norwegen gegen England in Miami

Das Viertelfinale Norwegen gegen England gehört zu den auffälligsten Paarungen dieser Runde. England zählt bei großen Turnieren regelmäßig zu den Favoriten, während Norwegen bei der WM 2026 zu den spannendsten Geschichten des Turniers gehört. Ein Einzug ins Halbfinale wäre für beide Nationen ein sportlicher Meilenstein.

Der Spielort Miami kann zusätzlich Einfluss auf die Partie nehmen. Hitze und Luftfeuchtigkeit können dort eine besondere Rolle spielen. In einem Viertelfinale, in dem jede Laufleistung und jeder Zweikampf zählt, können solche äußeren Bedingungen entscheidend werden.

Argentinien gegen Schweiz in Kansas City

Das letzte Viertelfinale bestreiten Argentinien und die Schweiz in Kansas City. Argentinien geht als große Fußballnation und ehemaliger Weltmeister mit hohen Erwartungen in diese Partie. Die Schweiz hat sich dagegen mit taktischer Stabilität, Disziplin und großer Widerstandskraft in die Runde der letzten acht gespielt.

Für Argentinien geht es darum, die eigene offensive Qualität durchzusetzen. Die Schweiz wird versuchen, kompakt zu verteidigen, Räume eng zu machen und über schnelle Angriffe oder Standardsituationen gefährlich zu werden. Genau solche Konstellationen machen Ausscheidungsspiele bei einer Weltmeisterschaft so unberechenbar.

Wer kommt nach dem Viertelfinale weiter?

Die vier Sieger des Viertelfinals erreichen das Halbfinale der WM 2026. Der Sieger aus Frankreich gegen Marokko trifft auf den Sieger aus Spanien gegen Belgien. Auf der anderen Seite des Turnierbaums spielt der Gewinner aus Norwegen gegen England gegen den Sieger aus Argentinien gegen Schweiz. Die Halbfinals sind für den 14. und 15. Juli 2026 angesetzt.

Damit ist das Viertelfinale die letzte Hürde vor den Medaillenspielen. Wer hier gewinnt, hat mindestens das Spiel um Platz drei sicher und darf weiter vom großen Endspiel träumen.

Bedeutung für Fans und Turnierverlauf

Für Fans ist das Viertelfinale oft eine der attraktivsten Phasen einer Weltmeisterschaft. Das Teilnehmerfeld ist stark genug, um große Namen und Topspiele zu bieten, gleichzeitig gibt es noch Raum für Überraschungen. Favoriten können scheitern, Außenseiter können Geschichte schreiben und einzelne Momente können über den weiteren Turnierverlauf entscheiden.

Bei der WM 2026 kommt hinzu, dass die Viertelfinalspiele über mehrere Städte und Zeitzonen verteilt sind. Für Zuschauer in Deutschland liegen die Anstoßzeiten deshalb am Abend oder in der Nacht. Wer die Spiele live verfolgen möchte, sollte die Zeitverschiebung berücksichtigen.

Fazit: Das WM 2026 Viertelfinale als Schlüsselrunde

Das WM 2026 Viertelfinale ist eine der entscheidenden Runden der Weltmeisterschaft. Acht Mannschaften kämpfen um vier Plätze im Halbfinale. Die Paarungen Frankreich gegen Marokko, Spanien gegen Belgien, Norwegen gegen England und Argentinien gegen Schweiz bieten sportlich viel Brisanz und unterschiedliche Geschichten.

Nach dem neuen WM-Modus ist der Weg bis ins Viertelfinale besonders lang. Wer hier steht, hat bereits eine außergewöhnliche Turnierleistung gezeigt. Wer weiterkommt, gehört endgültig zu den engsten Anwärtern auf den WM-Titel 2026.

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