lle Infos zur Fußball-Nationalmannschaft von Paraguay, alle Spiele und Ergebnisse sowie der Kader und Trainer bei großen Turnieren.
Inhaltsverzeichnis
Paraguay bei der WM 2026
Erstmals seit 2010 hat sich Paraguay wieder für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Damals in Südafrika gelang den Paraguayern mit dem Vierteleinzug der bislang größte Erfolg ihrer Geschichte – wobei das Team des damaliges Trainers Gerardo Martino nur haarscharf an einer riesigen Sensation vorbeischrammte: In der Runde der letzten Acht hatte Paraguay den späteren Weltmeister Spanien am Rande einer Niederlage, vergab einen Foulelfmeter. In der Schlussphase schossen die Iberer den Siegtreffer – und wurden kurz darauf Weltmeister.
Spiele und Ergebnisse
Alle Spiele und Ergebnisse von Paraguay:
![]() USA |
4 : 1 | ![]() Paraguay |
![]() Türkei |
0 : 1 | ![]() Paraguay |
![]() Paraguay |
0 : 0 | ![]() Australien |
Kader von Paraguay
Das ist der Kader von Paraguay bei der Fußball-WM 2026:
| Position | Nr. | Name | Geburtsdatum | Verein |
|---|---|---|---|---|
| Torwart | 1 | Roberto Fernández | 29.03.1988 | Cerro Porteño |
| 12 | Orlando Gill | 11.06.2000 | San Lorenzo | |
| 22 | Gastón Olveira | 21.04.1993 | Club Olimpia | |
| Abwehr | 3 | Omar Alderete | 26.12.1996 | Sunderland AFC |
| 6 | Junior Alonso | 09.02.1993 | Atlético Mineiro | |
| 5 | Fabián Balbuena | 23.08.1991 | Grêmio Porto Alegre | |
| 4 | Juan José Cáceres | 01.06.2000 | Dinamo Moskau | |
| 13 | José Canale | 20.07.1996 | Lanús | |
| 15 | Gustavo Gómez | 06.05.1993 | Palmeiras | |
| 26 | Alexandro Maidana | 26.07.2005 | Talleres de Córdoba | |
| 2 | Gustavo Velázquez | 17.04.1991 | Cerro Porteño | |
| Mittelfeld | 10 | Miguel Almirón | 10.02.1994 | Atlanta United FC |
| 16 | Damián Bobadilla | 11.07.2001 | São Paulo FC | |
| 14 | Andrés Cubas | 22.05.1996 | Vancouver Whitecaps | |
| 23 | Matías Galarza Fonda | 11.02.2002 | Atlanta United FC | |
| 8 | Diego Gómez | 27.03.2003 | Brighton & Hove Albion | |
| 17 | Kaku | 11.01.1995 | Al Ain FC | |
| 11 | Mauricio Magalhães Prado | 22.06.2001 | Palmeiras | |
| 20 | Braian Ojeda | 27.06.2000 | Orlando City | |
| Angriff | 18 | Alex Arce | 16.06.1995 | Independiente Rivadavia |
| 21 | Gabriel Ávalos | 12.10.1990 | Independiente | |
| 24 | Gustavo Caballero | 21.09.2001 | Portsmouth FC | |
| 19 | Julio Enciso | 23.01.2004 | Racing Strasbourg | |
| 25 | Isidro Pitta | 14.08.1999 | Red Bull Bragantino | |
| 9 | Antonio Sanabria | 04.03.1996 | US Cremonese | |
| 7 | Ramón Sosa | 31.08.1999 | Palmeiras |
Daten und Fakten
- Verband: Asociación Paraguaya de Fútbol (APF), gegründet: 1906
- Nationalhymne: Himno Nacional Paraguayo / Paraguayos, República o Muerte (Paraguayer, Republik oder Tod)
- Spitzname: La Albirroja
- Trainer: Gustavo Alfaro
- Kapitän: Gustavo Gómez
Nationalmannschaft von Paraguay
Die Fußball-Nationalmannschaft von Paraguay gehört zu den traditionsreichen Teams Südamerikas. International ist die Auswahl vor allem unter dem Spitznamen „La Albirroja“ bekannt, angelehnt an die rot-weißen Farben des Trikots und der Landesflagge. Organisiert wird die Mannschaft von der Asociación Paraguaya de Fútbol, kurz APF.
Paraguay steht im internationalen Fußball für Kampfgeist, defensive Stabilität, körperliche Präsenz und große Widerstandskraft. Auch wenn das Land nicht zu den größten Fußballnationen Südamerikas zählt, hat die Nationalmannschaft über viele Jahrzehnte bewiesen, dass sie für jeden Gegner unangenehm sein kann. Besonders bei Weltmeisterschaften und in der südamerikanischen Qualifikation gilt Paraguay traditionell als robustes, diszipliniertes und schwer zu bespielendes Team.
Geschichte der paraguayischen Nationalmannschaft
Die Geschichte der paraguayischen Nationalmannschaft reicht weit zurück. Paraguay gehört zu den klassischen Fußballnationen Südamerikas und nahm schon früh an internationalen Wettbewerben teil. Die Mannschaft entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem Team, das vor allem durch defensive Ordnung, mannschaftliche Geschlossenheit und starke Torhüter auffiel.
Bei Weltmeisterschaften war Paraguay mehrfach vertreten. Besonders prägend waren die Turniere um die Jahrtausendwende, als die Mannschaft regelmäßig auf der großen Bühne vertreten war. Die WM-Teilnahmen 1998, 2002, 2006 und 2010 machten Paraguay international sichtbar und festigten den Ruf als kompakter und unangenehmer Gegner.
Der größte WM-Erfolg gelang 2010 in Südafrika. Paraguay erreichte damals erstmals das Viertelfinale einer Weltmeisterschaft und scheiterte dort nur knapp an Spanien. Dieses Turnier gilt bis heute als einer der wichtigsten Momente in der Geschichte der Nationalmannschaft.
Spielweise und Identität
Die Nationalmannschaft von Paraguay ist traditionell eng mit defensiver Stabilität verbunden. Viele paraguayische Teams waren in der Vergangenheit kompakt organisiert, zweikampfstark und taktisch diszipliniert. Die Mannschaft versteht es häufig, Räume eng zu machen, den Gegner zu langen Ballbesitzphasen ohne große Gefahr zu zwingen und über Standards oder schnelle Umschaltmomente selbst gefährlich zu werden.
Ein wichtiges Merkmal ist die körperliche Robustheit. Paraguayische Spieler gelten häufig als kompromisslos, laufstark und mental widerstandsfähig. Diese Eigenschaften haben das Bild der Nationalmannschaft über viele Jahre geprägt. Auch in schwierigen Spielen bleibt Paraguay oft geduldig und sucht über Organisation, Intensität und Einsatz den Weg zum Erfolg.
Gleichzeitig hat sich die Mannschaft immer wieder weiterentwickelt. Neben klassischer Defensivstärke kommen zunehmend mehr Tempo, technische Qualität und variablere Offensivspieler hinzu. Gerade junge Angreifer und Mittelfeldspieler können Paraguay mehr Kreativität geben, ohne dass die traditionelle Stabilität verloren gehen muss.
Bekannte Spieler von Paraguay
Paraguay hat mehrere bekannte Fußballer hervorgebracht, die international Spuren hinterlassen haben. Einer der größten Namen ist José Luis Chilavert, der als einer der außergewöhnlichsten Torhüter der Fußballgeschichte gilt. Chilavert war nicht nur ein starker Rückhalt, sondern auch für seine Freistöße, Elfmeter und Führungsqualitäten bekannt. Er wurde zu einer Symbolfigur des paraguayischen Fußballs.
Auch Roque Santa Cruz gehört zu den bekanntesten Spielern des Landes. Der Stürmer spielte viele Jahre in Europa und war über lange Zeit eine zentrale Figur der Nationalmannschaft. Weitere wichtige Namen sind unter anderem Carlos Gamarra, Paulo da Silva, Denis Caniza, Nelson Haedo Valdez, Óscar Cardozo, Justo Villar, Miguel Almirón, Gustavo Gómez, Julio Enciso und Diego Gómez.
Gustavo Gómez steht für die defensive Tradition Paraguays und gilt als Führungsspieler mit großer Präsenz. Miguel Almirón brachte mit Tempo, Dynamik und internationaler Erfahrung neue Impulse in die Offensive. Junge Spieler wie Julio Enciso und Diego Gómez stehen für eine Generation, die Paraguay mehr spielerische Möglichkeiten geben kann.
Bedeutung des Fußballs in Paraguay
Fußball besitzt in Paraguay einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert. Die Nationalmannschaft ist ein wichtiges Symbol nationaler Identifikation und wird von den Fans mit großer Leidenschaft verfolgt. Besonders Spiele in der südamerikanischen WM-Qualifikation haben eine enorme Bedeutung, weil dort regelmäßig Duelle gegen einige der stärksten Nationalteams der Welt anstehen.
Die heimische Fußballkultur ist stark von Traditionsvereinen wie Olimpia, Cerro Porteño, Libertad und Guaraní geprägt. Diese Klubs haben viele Nationalspieler hervorgebracht und prägen seit Jahrzehnten den paraguayischen Fußball. Gleichzeitig wechseln viele Talente früh ins Ausland, vor allem nach Argentinien, Brasilien, Mexiko, in die USA oder nach Europa.
Für Paraguay ist die Nationalmannschaft auch deshalb wichtig, weil sie dem Land auf internationaler Bühne Sichtbarkeit verschafft. Große Turnierauftritte, starke Qualifikationsspiele und bekannte Spieler sorgen regelmäßig dafür, dass der paraguayische Fußball über die Landesgrenzen hinaus wahrgenommen wird.
Erfolge und große Momente
Zu den größten Erfolgen Paraguays gehören die Titel bei der Copa América. Die Mannschaft gewann den Wettbewerb 1953 und 1979 und zählt damit zu den südamerikanischen Nationen mit bedeutender Turnierhistorie. Diese Titel sind zentrale Kapitel der paraguayischen Fußballgeschichte.
Ein weiterer großer Moment war das Erreichen des WM-Viertelfinals 2010. Paraguay spielte damals ein starkes Turnier, blieb defensiv sehr stabil und scheiterte nur knapp am späteren Weltmeister Spanien. Dieses Spiel und dieses Turnier stehen bis heute für die Qualitäten, die Paraguay international auszeichnen: Organisation, Widerstandskraft und große mannschaftliche Disziplin.
Auch einzelne Spieler prägten besondere Momente. Chilaverts Auftritte, Santa Cruz’ Tore, starke Defensivleistungen bei Weltmeisterschaften und emotionale Qualifikationsspiele gehören fest zur Geschichte der Nationalmannschaft.
Paraguay zwischen Defensivtradition und neuer Generation
Die paraguayische Nationalmannschaft bewegt sich traditionell zwischen defensiver Stabilität und dem Wunsch nach mehr offensiver Durchschlagskraft. Die Basis des Teams bleibt häufig die Organisation gegen den Ball. Paraguay ist dann besonders stark, wenn die Mannschaft kompakt steht, Zweikämpfe annimmt und geduldig auf ihre Chancen wartet.
Gleichzeitig wächst die Bedeutung technisch starker und dynamischer Spieler. Mit Profis, die in internationalen Ligen Erfahrung sammeln, kann Paraguay variabler auftreten als in früheren Phasen. Spieler wie Miguel Almirón, Julio Enciso oder Diego Gómez stehen für mehr Tempo, Kreativität und Mut im Offensivspiel.
Die Herausforderung besteht darin, diese neue Qualität mit der traditionellen Widerstandskraft zu verbinden. Wenn Paraguay defensive Disziplin, mentale Stärke und spielerische Entwicklung zusammenbringt, bleibt La Albirroja ein gefährlicher Gegner im südamerikanischen und internationalen Fußball.



