Das zweitschnellste WM-Tor der Geschichte von Sané brachte das DFB-Team gegen Ecuador früh in Führung, aber danach kam nicht mehr viel. Unsere Einzelkritik der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2026.





Einzelkritik: Deutschland gegen Ecuador
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat zum Abschluss der WM-Gruppenphase den ersten Dämpfer hinnehmen müssen. Nach zwei Siegen verlor das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann im letzten Spiel der Vorrunde mit 1:2 (1:1) gegen Ecuador. Schon vor der Partie hatte die DFB-Auswahl den Einzug ins Sechzehntelfinale gesichert.
Im dritten Gruppenspiel der WM 2026 war gegen Ecuador die Luft raus. Deutschland stand bereits vorher als Gruppensieger fest. Das DFB-Team in der Einzelkritik.
Startelf
Manuel Neuer: Wieder hatte er das Nachsehen beim Gegentor (9.) und wieder ohne große Abwehrchance. Der Ball flog durch die Beine von Pavlovic und war zu platziert geschossen. Sein weiter Abwurf kam nicht an (54.). Erste starke WM-Parade nach einem Distanzschuss von Valencia (62.). Großes Missverständnis mit Tah, der ohne Folgen bleibt (72.). Beim zweiten Gegentor steht er unglücklich am Fünfmeterraum und lässt Plata den Ball ins Tor befördern (78.).
Joshua Kimmich: Der Kapitän begann nervös mit einigen Fehlern im Zweikampf. Die meisten Ballkontakte in der ersten Hälfte.
Jonathan Tah: Etwas unauffälliger als sein Kollege Rüdiger, spielte die meisten Pässe der ersten Hälfte (55). Riskanter Rückpass auf Neuer (43.). Weiterer Fehlpass (53.) und Stockfehler (55.). Sah beim zweiten Gegentor zusammen mit Neuer nicht gut aus (78.).
Antonio Rüdiger: Von Beginn viel in Aktion und am Ball. Rettete oft. Übernahm nach der Auswechslung von Kimmich die Kapitänsbinde.
David Raum: Kam für Brown ins Team und hatte zu Beginn vorne und hinten viele Aktionen. Schöne scharfe Hereingabe auf Beier, die dieser verpasst (75.).
Aleksandar Pavlovic: Sehr hohes Bein vor dem Tor, beim Gegentor kam er zu spät und der Ball flog ihm durch die Beine. Oft nicht ganz bei der Sache und mit Fehlpässen. Verlor den Ball in Zweikämpfen unnötig und erkämpfte ihn wieder zurück (34.). Musste nach einem Ballverlust von Musiala retten und erhielt die erste deutsche Gelbe Karte der WM (44.). Blieb in der Pause in der Kabine und wurde von Stiller ersetzt.
Felix Nmecha: Verlor vor dem ersten Gegentreffer den Ball im Mittelfeld. Schöner Fernschuss nach Doppelpass mit Musiala (14.).
Leroy Sané: Frühes Tor für den oft kritisierten Sané nach nur 109 Sekunden und nach Vorarbeit von Wirtz (2.), half oft auch hinten mit aus. Spielte vor der Trinkpause sinnbildlich einen Pass ins Leere (68.) und trifft im Alleingang aufs Tor den Ball nicht richtig (76.).
Jamal Musiala: Kam etwas träge ins Spiel, anfangs mit einigen Unsicherheiten und Fehlpässen. Gefährlicher Angriff über Pavlovic und Wirtz, der zur Ecke führte (35.). Auch sonst mit Ideen, aber ohne große Wirkung. Wurde oft sehr gut bewacht und bekam oft auf die Knochen (9.).
Florian Wirtz: Mit vielen Aktionen zu Beginn und dem genialen Pass zur frühen Führung durch Sané (2.). Krasser Fehlpass im Mittelfeld, der einen Gegenangriff Ecuadors einleitete (32.). Spielfreude war ihm anzumerken, wenn auch nicht zwingend genug.
Kai Havertz: Sehr unauffällig zu Beginn, guter Kopfball nach Flanke von Raum (25.). Fiel im Strafraum nach einem Kontakt spät, aber elfmeterpfiffreif (46.). Nach dem VAR-Einsatz nimmt Schiedsrichterin Penso den Strafstoß wieder zurück, da es zuvor ein Foul von Sané gab.
Einwechselspieler
Angelo Stiller: Kam für den glücklosen Pavlovic ins Spiel.
Malick Thiaw: Kam für Kapitän Kimmich.
Deniz Undav: Kam für Havertz, diesmal ohne Bindung zum Spiel. Am Ball mit guten Ideen. Guter Abschluss aus spitzem Winkel ans Außennetz nach Vorarbeit von Beier (90.+3).
Maximilian Beier: Kam für Nmecha und hatte einige Offensivaktionen. Verpasste eine scharfe Hereingabe von Raum am Fünfmeterraum knapp (75.). Legte gut auf Undav ab.
Pascal Groß: Kam für Wirtz.