Für die DFB-Frauen stand am Dienstag, 14. April 2026, das dritte Spiel in der Qualifikation für die Frauen-WM 2027 in Brasilien an. Anstoß im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg war um 18:15 Uhr.
Deutschland festigte durch das 5:1 (1:0) gegen Österreich auf dem Weg zur WM 2027 in Brasilien seine Tabellenführung in der Gruppe A4, schon am Samstag, 18. April 2026, kommt es in Ried zum Wiedersehen mit der lange harmlosen ÖFB-Auswahl.
Nach dem 5:0 gegen Slowenien und dem 4:0 in Norwegen ging das Team von Bundestrainer Christian Wück mit viel Selbstvertrauen in das Nachbarschaftsduell mit Österreich. Nicole Anyomi (17.), Vivien Endemann (52.), Sarah Puntigam per Eigentor (68.) sowie die starke Jule Brand (76.) und die eingewechselte Lea Schüller (83.) erzielten vor 24.237 Fans die deutschen Treffer, Chiara D’Angelo (77.) hatte nach einem schnellen Angriff zum 1:4 verkürzt.
Kapitänin Giulia Gwinn verletzte sich früh an der Schulter und musste durch Wamser (33.) ersetzt werden. Eine Diagnose stand bei Gwinn, die in ihrer Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse bewältigen musste, direkt nach der Partie noch aus.
Heimspiel für Bundestrainer Christian Wück
Wück sieht seine Mannschaft auf Kurs, warnt aber zugleich vor dem Gegner. Auf der Abschluss-Pressekonferenz sprach der Bundestrainer davon, man sei „auf einem guten Weg“. Auch im Team ist die Anspannung positiv: Sjoeke Nüsken bezeichnete das Duell mit Österreich als „wie ein kleines Derby“, und Janina Minge sprach von „Derbyvibes auf Nationalmannschaftsebene“. Genau diese Mischung aus Qualität und Intensität dürfte die Partie in Nürnberg prägen.
Für Bundestrainer Christian Wück hat das „Heimspiel“ in Nürnberg noch eine besondere Note. „Es ist immer etwas Besonderes, ins Frankenland zurückzukommen, hier ins Stadion. Es weckt immer Erinnerungen“, sagte der gebürtige Franke, der für den 1. FC Nürnberg seine meisten Einsätze in seiner Profikarriere als Spieler hatte. Er absolvierte die meisten Ligaspiele (94 und 13 Tore) für den Club und kommt noch öfter nach Nürnberg. So auch 13 Monate nach dem letzten Frauen-Länderspiel im Max-Morloch-Stadion – natürlich gegen Österreich, dass die DFB-Frauen am 25. Februar 2025 deutlich mit 4:1 gewannen.
Kader: Mühlhaus rückt nach, Bühl fehlt weiter
Für den Lehrgang hat Christian Wück einen 23-köpfigen Kader nominiert. Kurz vor dem Länderspieldoppelpack musste der DFB allerdings noch einmal reagieren: Cora Zicai fiel wegen muskulärer Probleme aus, für sie wurde Larissa Mühlhaus nachnominiert. Weiterhin nicht dabei sind Klara Bühl, Sophia Kleinherne und Bibiane Schulze Solano, die verletzungsbedingt passen müssen.
Zum Aufgebot gehören laut der aktuellen DFB-Teamseite unter anderem erfahrene und zuletzt wichtige Kräfte wie Ann-Katrin Berger, Giulia Gwinn, Linda Dallmann, Sjoeke Nüsken, Jule Brand, Lea Schüller und Laura Freigang. Dazu steht mit Jella Veit erneut eine junge Spielerin im Fokus, die sich weiter im Kreis der A-Nationalmannschaft festsetzen will.
Bilanz: Deutschland mit perfekter Serie gegen Österreich
Die Zahlen sprechen vor dem Anpfiff klar für die DFB-Frauen. Sieben Spiele, sieben Siege – so lautet die makellose Bilanz gegen Österreich. Das Torverhältnis beträgt 26:6. Auch das bislang letzte Duell macht Mut: Am 3. Juni 2025 gewann Deutschland in Wien deutlich 6:0. Und auch in Nürnberg gab es gegen Österreich bereits ein Erfolgserlebnis, als das Wück-Team am 25. Februar 2025 in der Nations League mit 4:1 siegte.
Trotz dieser klaren Statistik dürfte Deutschland den Gegner nicht unterschätzen. Österreich ist defensiv kompakt, kennt viele deutsche Spielerinnen aus der Bundesliga bestens und wird die Partie in Nürnberg auch als Prestige-Duell sehen. Für das DFB-Team wird es deshalb darauf ankommen, von Beginn an Tempo, Präsenz und Kontrolle auf den Platz zu bringen.
Schiedsrichterin: Volha Blotskaya pfeift in Nürnberg
Geleitet wird die Partie von der belarussischen Schiedsrichterin Volha Blotskaya. An den Linien assistieren Hanna Nalivaika und Alina Slutskaya, als vierte Offizielle ist Valiantsina Sakalovich eingeteilt.
Trikots: DFB-Frauen in weißen Heimtrikot
Die DFB-Frauen werden in Nürnberg im weißen Heimtrikot, schwarzen Hosen und weißen Stutzen in das zweite Heimspiel der WM-Qualifikation gegen Österreich gehen. Die deutschen Torfrauen laufen derweil im grünen Torwarttrikot im Frankenstadion auf.
Sara Däbritz wird in Nürnberg verabschiedet
Die ehemalige Nationalspielerin Sara Däbritz wird vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vor dem WM-Qualifikationsspiel der Frauen gegen Österreich offiziell verabschiedet. Wie der Verband mitteilte, werden DFB-Präsident Bernd Neuendorf und Sportdirektorin Nia Künzer die Europameisterin von 2013 und Olympiasiegerin von 2016 auf dem Rasen des Nürnberger Max-Morlock-Stadions „für ihre lange und erfolgreiche Nationalmannschaftskarriere“ ehren.
Ihren Rücktritt aus dem Nationalteam hatte die 31 Jahre alte Mittelfeldspielerin von Real Madrid nach 111 Einsätzen und 18 Toren für Deutschland im vergangenen Oktober verkündet. Insgesamt stand Däbritz bei drei Weltmeisterschaften, vier Europameisterschaften und einem olympischen Fußballturnier auf dem Platz. Auch bei der EM 2025, bei der die DFB-Frauen bis ins Halbfinale vorstießen, war Däbritz Teil des Kaders von Bundestrainer Christian Wück. Ihr Länderspieldebüt hatte sie Ende Juni 2013 in der EM-Vorbereitung gegen Japan gefeiert.
