Für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft beginnt das WM-Jahr 2026 mit einem echten Härtetest: Am Freitag, 27. März 2026, trifft das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann im St. Jakob-Park in Basel auf die Schweiz. Anstoß ist um 20:45 Uhr. Das ist die Aufstellung gegen die Schweiz!
Aufstellung und Rückennummern
Das ist die Aufstellung gegen die Schweiz:
Startelf: 1 Baumann – 6 Kimmich, 4 Tah, 15 Schlotterbeck, 22 Raum – 16 Stiller, 8 Goretzka – 19 Sané, 20 Gnabry, 17 Wirtz – 7 Havertz.
Auf der Bank: Dahmen, Nübel – Anton, Brown, Rüdiger, Thiaw, Vagnoman, Führich, P. Groß, Karl, Stach, L. Sané, Schade, Undav, Woltemade.
Schiedsrichter: Kavanagh, Christopher (England).
Der Bundestrainer schickt zum Auftakt des Turnierjahres in Basel gegen die Schweiz eine Startelf ohne große Überraschungen auf den Platz.
Vor Torwart Oliver Baumann soll sich die für den Sommer angedachte Viererkette mit Kapitän Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und David Raum einspielen. In der Abwehr, sagte Nagelsmann, „brauchen wir ein gutes Gefühl und Stabilität“. In seinem „Herzstück“ im defensiven Mittelfeld muss der Bundestrainer allerdings improvisieren. Weil Stammspieler Aleksandar Pavlovic (Hüfte) wie dessen Ersatz Felix Nmecha (Knie) ausfällt, bekommt der nachnominierte Angelo Stiller neben dem offensiveren Leon Goretzka eine Bewährungschance. Die Zehnerposition bekleidet Serge Gnabry. Auf den Außen sollen Leroy Sané und Florian Wirtz wirbeln. Die Neun gibt wie von Nagelsmann angekündigt Rückkehrer Kai Havertz.
Das sind die Rückennummern gegen die Schweiz in Basel:
- 1 Baumann
- 2 Rüdiger
- 3 Anton
- 4 Tah
- 5 Groß
- 6 Kimmich
- 7 Havertz
- 8 Goretzka
- 9 Schade
- 11 Woltemade
- 12 Nübel
- 13 Undav
- 14 Führich
- 15 Schlotterbeck
- 16 Stiller
- 17 Wirtz
- 18 Brown
- 19 Sané
- 20 Gnabry
- 21 Urbig
- 22 Raum
- 23 Vagnoman
- 24 Stach
- 25 Karl
- 26 Thiaw
Zwei souveräne WM-Teilnehmer im Duell
Deutschland reist mit ordentlich Rückenwind an. Nach der 0:2-Auftaktniederlage in der WM-Qualifikation in der Slowakei gewann die DFB-Elf anschließend alle fünf weiteren Pflichtspiele, darunter die Heimspiele gegen Nordirland und Luxemburg sowie das 6:0 gegen die Slowakei, mit dem sich das Team das WM-Ticket sicherte.
Die Schweiz qualifizierte sich ebenfalls souverän: Die „Nati“ blieb in ihrer WM-Qualifikation ungeschlagen, holte vier Siege und zwei Remis und machte das Ticket mit einem 4:1 gegen Schweden und einem 1:1 im Kosovo endgültig klar.
Nagelsmann mahnt: „Das ist noch keine WM-Nominierung“
Der Bundestrainer hat vor Basel deutlich gemacht, dass die Testspiele gegen die Schweiz und Ghana bereits stark in Richtung Weltmeisterschaft weisen, ohne die Tür für Überraschungen ganz zu schließen. „Das ist noch keine WM-Nominierung“, sagte Nagelsmann beim DFB, betonte aber auch: „Der Kader hat sicherlich viele Parallelen zu dem, den wir dann Ende Mai nominieren.“ Zum Gegner sagte er schon im DFB-Umfeld: „Die Schweiz wird uns alles abverlangen.“ Inhaltlich erwartet Nagelsmann keine reine Ergebnisschau, sondern einen Reifegradtest für sein Team.
Kimmich fordert mehr als nur ein Resultat
Auch Kapitän Joshua Kimmich sieht Basel nicht als lockeren Test, sondern als wichtigen Gradmesser. Auf DFB.de sagte er: „Es ist wichtig, dass wir jetzt zwei positive und gute Spiele hinlegen. Im letzten Spiel gegen die Slowakei hat man gesehen, dass es nicht nur um das Ergebnis geht, sondern auch um die Art und Weise.“ Über den Gegner ergänzte Kimmich: „Es war ein unangenehmes Spiel für uns bei der EM gegen die Schweiz. Ich erwarte wieder einen unangenehmen und harten Gegner, der uns fordern wird.“ Und mit Blick auf die eigene Rolle bei der WM sagte er selbstkritisch: „Wir sind kein Topfavorit, weil wir in den vergangenen Turnieren nicht abgeliefert haben.“
Auch die Schweiz nimmt den Test ernst
Auf Schweizer Seite ist der Respekt ebenfalls groß. Pierluigi Tami, Direktor der Schweizer Nationalteams, sagte bei SRF: „Wenn wir besser werden wollen, müssen wir gegen solch starke Gegner testen. Wir müssen unseren besten Fussball auch gegen sie zeigen können.“ Der SFV hob bei der Kaderbekanntgabe zudem hervor, dass solche Duelle gegen Deutschland und Norwegen auch ein Beleg dafür seien, „dass wir uns in den letzten Jahren kontinuierlich auf hohem Niveau festsetzen und beweisen konnten“. Die Schweiz geht also nicht nur mit Vorfreude, sondern auch mit Selbstbewusstsein in diesen Abend.
Die Bilanz: Deutschland vorn, aber die Schweiz bleibt unangenehm
Die Gesamtbilanz spricht klar für Deutschland. Nach DFB-Angaben gewann die DFB-Elf 36 der bisherigen 54 Duelle, dazu kommen neun Unentschieden und neun Niederlagen. Besonders auswärts ist die Bilanz stark: 20 Siege in 29 Gastspielen, bei nur fünf Niederlagen. Die letzte Begegnung war das 1:1 in der Gruppenphase der EM 2024, als Niclas Füllkrug spät ausglich. Der kicker führt für Freundschaftsspiele 46 Duelle mit 33 deutschen Siegen, fünf Remis und acht Schweizer Erfolgen. Unterm Strich: Deutschland hat historisch die besseren Zahlen, die jüngsten Spiele gegen die Schweiz waren aber meist eng und körperlich intensiv.
Spieler im Fokus: Kimmich, Wirtz, Xhaka und Akanji
Auch der direkte Blick auf Schlüsselfiguren zeigt, wie viel Erfahrung auf dem Platz stehen dürfte. Joshua Kimmich geht laut DFB-Datencenter mit 106 A-Länderspielen und 10 Toren ins Duell und gehört damit bereits zu den Top Ten der deutschen Rekordnationalspieler. Florian Wirtz steht bei 37 A-Länderspielen. Auf Schweizer Seite ragt Granit Xhaka mit 143 Einsätzen und 16 Toren als Rekord- und Führungsspieler heraus, während Manuel Akanji als Abwehrchef bereits auf 77 Länderspiele und vier Tore kommt. Das Zentrum mit Kimmich und Xhaka dürfte deshalb auch emotional ein Schlüsselbereich dieser Partie werden.
Der deutsche Kader: Zwei Neulinge, mehrere Rückkehre und drei Änderungen
Nagelsmann hatte ursprünglich ein 26 Spieler starkes Aufgebot nominiert. Neu dabei sind Jonas Urbig und Lennart Karl, zurückkehren unter anderem Pascal Groß, Kai Havertz, Anton Stach, Antonio Rüdiger, Deniz Undav und Josha Vagnoman. Danach musste der Bundestrainer aber nachjustieren: Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha fielen aus, Angelo Stiller und Chris Führich wurden nachnominiert. Zusätzlich reiste Jamie Leweling wegen muskulärer Probleme wieder ab. Damit ist klar: Der Kern steht, einzelne Plätze für den finalen WM-Kader sind aber noch in Bewegung.
Der Schweizer Kader: Viel Routine, punktuelle Rückkehrer
Murat Yakin setzt bei seinem 26-Mann-Kader vor allem auf eingespielte Kräfte. Zurück sind laut SFV unter anderem Remo Freuler und Denis Zakaria, außerdem kehrte Alvyn Sanches nach langer Verletzungspause in den Kreis der Nationalmannschaft zurück. Ebenfalls wieder dabei sind Eray Cömert, Ardon Jashari, Joël Monteiro und Filip Ugrinic. Die Mannschaftsstruktur bleibt damit klar: viel Erfahrung um Xhaka, Akanji, Kobel, Rodriguez und Embolo, dazu mehrere Spieler mit Bundesliga- oder Premier-League-Erfahrung.
Englische Schiedsrichter in Basel
Der Engländer Christopher Kavanagh wird das Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweiz in Basel leiten. Der 40 Jahre alte Schiedsrichter aus Manchester wird dabei unterstützt von seinen Assistenten Daniel Cook und Ian Hussin. Der Vierte Offizielle ist Thomas Bramall, der Video-Referee Paul Howard, sein Assistent Timothy Wood. Alle Schiedsrichter der Partie kommen aus England.
