Im Rückspiel des Women’s Nations League Finale vor rund 50.000 Zuschauer*innen in Madrid gegen Spanien wollen die DFB-Frauen den ersten Titelgewinn seit neun Jahren holen. Mannschaftliche Geschlossenheit ist die Mission zum Siegen und das ist die Aufstellung gegen Spanien.





Aufstellung und Startelf gegen Spanien
Das ist die Aufstellung gegen Spanien: Berger – Gwinn, Minge, Knaak, Kett – Senß, Nüsken – Brand, Cerci, Bühl – Anyomi.
Auf der Bank: Johannes, Mahmutovic – Hendrich, Küver, Lohmann, Linder, Schulze Solano, Alara, Dallmann, Gräwe, Freigang, Martinez, Zicai.
Es fehlen: Schüller (familiäre Gründe).
DFB-Frauen für Elfmeterschießen gewappnet
Falls es zum Nervenkrimi vom Punkt kommt, werden die deutschen Fußballerinnen vorbereitet sein. „Die EM ist noch nicht so weit weg. Natürlich haben wir unsere Elfmeterschützinnen im Kopf“, sagte Bundestrainer Christian Wück vor dem Finalrückspiel in der Women’s Nations League gegen Spanien in Madrid.
Gesetzt sind unter anderem Kapitänin Giulia Gwinn, Vizekapitänin Janina Minge und Sjoeke Nüsken. Seit der EM, als sich das DFB-Team im dramatischen Viertelfinale gegen Frankreich im Elfmeterschießen durchsetzte, sind auch neue Kandidatinnen hinzugekommen – wie Elisa Senß, „die im Verein mittlerweile zur Elfmeterschützin geworden ist, die sich da auch viel sicherer fühlen als noch zur EM“, erklärte Wück: „Von daher sind wir, glaube ich, gewappnet und müssen uns darüber keine Gedanken machen, wenn es denn dann so weit ist.“
Erst Verlängerung, dann Elfmeterschießen
Nach dem 0:0 im Hinspiel in Kaiserslautern am vergangenen Freitag ist klar, dass im Falle eines erneuten Unentschiedens im Estadio Metropolitano erst eine Verlängerung gespielt wird. Steht immer noch kein Sieger fest, käme es danach zum Elferschießen.
Für die DFB-Frauen geht es gegen die Weltmeisterinnen aus Spanien um den ersten Titel seit Olympia-Gold 2016 in Rio. „Wenn wir cool bleiben, an uns glauben und an unserem Plan festhalten, dann sind wir in der Lage, den Spanierinnen weh zu tun“, sagte Wück in der ARD zur besonderen Atmosphäre im Stadion von Atlético Madrid, in das 70.000 Zuschauer passen.
Wück schwärmt vom Metropolitano in Madrid
Beim Betreten des Estadio Metropolitano machte auch Christian Wück große Augen. „Es ist für uns alle etwas ganz Besonderes, in diesem Stadion spielen zu dürfen. Und wir wachsen daran“, sagte der Bundestrainer vor dem Nations-League-Finalrückspiel. Das Gastspiel im Stadion von Atletico sei für die Entwicklung seiner Spielerinnen „unheimlich wertvoll, weil sie am eigenen Leib erfahren, was möglich ist, wenn sie ihre Topleistung abrufen.“ Das sei auch ein Fingerzeig für die Zukunft, so der 52-Jährige: „Wenn wir es schaffen, so gute Leistungen zu zeigen, wie wir es in letzter Zeit gemacht haben, dann werden wir immer öfter in diesen Stadien spielen.“
Gegen die Spanierinnen, die den Ausfall von Weltfußballerin Aitana Bonmati (Wadenbeinbruch) kompensieren müssen, hat Wück nach dem 0:0 im Hinspiel keine neuen Ausfälle zu beklagen. Alle Spielerinnen, auch die leicht angeschlagene Stürmerin Nicole Anyomi, sind laut Bundestrainer fit.
Taktisch stellen sich die DFB-Frauen auf Weltmeisterinnen ein, die vor rund 50.000 Fans zeigen wollen, dass der schwache Auftritt am Freitag „ein Ausrutscher war“. Laut Elisa Senß sei daher geplant, nichts an der eigenen mutigen Spielweise zu verändern.
„Es ist wichtig, dass wir wieder eine gute Basis bilden. Wir hatten ein gutes Pressing und waren sehr griffig in den Zweikämpfen“, sagte die Mittelfeldspielerin: „Wenn wir diese Grundlage einfach wieder schaffen, dann kommen wir natürlich auch wieder zu vielen Torchancen.“
(Mit Material vom SID)
